Kommunikation Best Ager

Niemand will zum „alten Eisen“ gehören, sondern auch mit 60 Plus strukturiert und angstfrei reden können. Moderne Senioren halten lieber Gedächtnis, Wortschatz und den Sprechapparat fit.

 

60 Plus mit Genuss

Jugend mag zwar heute auf dem Arbeitsmarkt Kapital sein, doch vor dem Hintergrund, dass die Menschen mit 60 Jahren noch gut 30 Jahre vor sich haben, verändern sich auch die Ansprüche und damit das Kommunikationsverhalten. Altern bekommt Konjunktur! Es geht nicht mehr darum, wann wir in Pension gehen, sondern vielmehr, was wir dann noch vorhaben. Im Kernberuf ist man mit 70 Jahren alt, als Politiker oder Berater nicht unbedingt. Alterskommunikation findet demnach nicht nur in der Seniorenresidenz statt. Wer sich nur inner-generationell austauscht, bleibt selten jung. Über den Themen-Tellerrand der eigenen Generation zu blicken bereichert.

Seminarangebote für Senioren werden beobachtbar mehr. Zielgruppenadäquate Rhetoriktrainings boomen. Wer in Pension geht, hat zwar seine wertschaffenden Jahre hinter sich gebracht, aber viel zu erzählen. Deshalb engagieren sich manche ehrenamtlich, halten Reden für wohltätige Zwecke oder suchen die verbale Herausforderung in Debattierklubs. Gerade die Tätigkeit in Ehrenämtern verlangt Best Agern immer höhere Sprachfertigkeiten ab. Reife Redner müssen sich um Konzentrationspunkte in ihren Vorträgen bemühen und verlieren sich lieber nicht in Anekdoten. Sprachliche Weiterbildung ist nicht nur für die aktive Berufszeit ein Thema, sondern vor allem auch im Ruhestand. Pensionisten müssen sich immer öfter etwas zur Rente dazuverdienen, um der Altersarmut zu entfliehen. Manche starten sogar völlig neu durch und machen beispielsweise als Berater oder Trainer Karriere.

Im Zuge der demografischen Entwicklung werden sich auch die Lebensthemen in unserer Gesellschaft anders verteilen. Heute sinkt die Zahl der Menschen zwischen 15 und 60 Jahren bereits stetig, dem gegenüber werden die über 60-Jährigen dafür beständig mehr. Schon im Jahr 2010 hat dieser Bevölkerungsanteil 23,1% ausgemacht und für 2050 erwarten die Statistiker 34,5%.

  Auch der Frosch im Hals wird älter

Niemand will zum „alten Eisen“ gehören, sondern strukturiert und angstfrei reden können. Moderne Senioren halten lieber Gedächtnis, Wortschatz und den Sprechapparat fit. Wer früher schon zu wenig Stimmvolumen und Dynamik beim Reden hatte, der wird erleben, wie sich dieses Manko im Rededuktus später sogar noch verstärkt. Bis etwa zum 35. Lebensjahr lässt sich die menschliche Stimme eine Menge gefallen; dann beginnen häufig die Schwierigkeiten und im Alter bekommt man die Rechnung präsentiert. Einerseits ist der Stimmapparat hochempfindlich, wenn er jahrelang schlecht behandelt wurde, andererseits bleibt er robust, wenn wir ihm die entsprechende Technik beigebracht haben. Eine Stimme die richtig funktioniert, hält Belastungen stand. Bis zu zwölf Stunden reden ist dann kein Problem.

Von der Altersstimme spricht man, wenn die Muskulatur im Kehlkopf schlaffer wird. Für guten Klang sorgen dabei die Stimmlippen. Doch im Alter kann der Kehlkopf verknöchern, Muskeln und Gewebe werden dünner und weniger elastisch. Auch die Schleimhaut der Stimmlippen wird mit den Jahren an Geschmeidigkeit. Frauen wollen im Alter nicht zu „Quintenschaukeln“ werden, die keinen fokussierten Ton mehr halten können. Männer beklagen die „Altherrenstimme“ und wollen nicht nur auf einem Ton brummen. Die richtige Atemtechnik bildet beim Stimmtraining einen ganz wesentlichen Grundstein. Schließlich fasst auch die Lunge nicht mehr so viel Luft wie in der Jugend.

Boomender Medienmarkt für Senioren

Wenn die über 60-jährigen also bald mehr als 30% ausmachen, dann verändert sich damit auch die audiovisuelle Landschaft unserer Gesellschaft. Das Medienangebot passt sich an die wachsende Senioren-Zielgruppe an. Homepages und Flyer werden größere Schriftarten wählen müssen und Inhalte optisch übersichtlicher gestalten. Auch medientechnisch befindet sich einiges im Wandel. Bis heute gibt es noch keine TV-Zeitschrift für Senioren. Das wird sich ändern. Schließlich wollen Rentner auch ohne Lupen ihre Fernsehauswahl treffen, und zwar vorgereiht aus den Kanälen, die für sie unterhaltsam und informativ sind. Für reifere Zuseher werden TV-Sendungen deutlich langsamer geschnitten als für Jugendliche. Go-TV, VIVA und Nickelodeon fahren Sendungen in schnellerem Tempo als beispielsweise das deutsche Senioren-TV im Internet. Zudem kommen neue Magazine für die Senioren-Zielgruppe auf den Markt, die altersrelevante Themen aufgreifen.

Fazit: In einer Gesellschaft des langen Lebens gewinnt Seniorenmarketing und Demografie-Coaching massiv an Bedeutung. Wer hier richtig kommuniziert, hat die Nase vorne. Die „jungen Alten“ interessieren sich für Reisen, Mode, Sport, Freizeit und Gesundheit; nicht Krankheit. Zudem tauchen in der Werbung immer mehr Models ab 60 auf. Schauspieler die selbst Golden Agers sind freut dieser Trend, da Theaterrollen ab einem gewissen Alter dünn gesät sind. In den letzten Jahrzehnten wurden Senioren völlig ignoriert. Sie hatten weder eigene Testimonials, noch waren sie selbst Zielgruppe. Die Werbung präsentiert heute schon vermehrt Seniorenprodukte; das ist erst der Anfang eines durch die Demografie abgesicherten Trends.

Stimmtraining für „Best Ager“:

Die Schule des Sprechens bietet „Best Agern“ein geniales Stimm- & Sprechtraining an. Sie vereinbaren Ihren persönlichen Termin und schon nach wenigen Trainingsstunden atmet ihre Stimme auf!

Die Schule des Sprechen, Anmeldung: 0043-1-5138710, schule@sprechen.com

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