Arbeiten in der Zukunft & Business Rhetorik Diplom

Wir wählen schon heute auf digitalem Wege unsere: Jobs, Wohnungen, Autos und manche sogar ihre Partner. Doch überzeugen müssen wir nach wie vor analog. Wer gut reden kann hat hier klare Vorteile – auf Deutsch und Englisch!

Wie sehen die Büros der Zukunft aus?

Die Erste Bank in Wien legt mit ihrem Campus architektonisch klar vor. Dort setzt man schon jetzt vor allem auf Open Space. Jeder sitzt täglich wo anders und bei wem er will – gelegentlich auch mal beim Vorstand. Eigene Mitarbeiter führen wird dadurch eine Herausforderung. – Eine Katastrophe ist die Archivierung. Schließlich lässt sich noch nicht in allen Bereichen die Umstellung aufs digitale Zeitalter darstellen. Vieles ist daher noch problematisch. Jeden Tag aufs Neue seine Büroinfrastruktur, wie Zelte, aufzuschlagen und rein gar nichts in einen Kasten stellen zu dürfen ist manchmal eben unpraktisch. Wie sollte der moderne Arbeitsplatz aussehen, um möglichst effektiv, stressfrei und konzentriert arbeiten zu können? Leer! So wie es auf dem Schreibtisch aussieht sieht es oft auch in den Köpfen der Menschen aus. Probleme lösen heißt immer auch Strukturen schaffen, den Überblick behalten und Etappen sichern. Sanfte Disziplin braucht es deshalb schon in der Herangehens- und Arbeitsweise. Schließlich arbeiten nicht alle in kreativen Berufen. Und klischeekorrekt denkt auch nicht jeder Kreative an einem verwahrlosten Arbeitsplatz.

Open Space Büros sind hell, ästhetisch und technisch top ausgestattet. Eine Katastrophe ist die Archivierung

Wie kann bei solchen Arbeitsformen die Führungsebene organisiert sein? Gute Kommunikationsfähigkeit wird gefragter sein, denn je.  Um einmal mehr. Denn im Zuge der Jahrzehnte wurde sie immer wichtiger. Heute ist sie sogar Karriere entscheidend. Vor 60 Jahren hat natürlich auch schon die Nase vorne gehabt, wer gut reden konnte. Aber es gab auch scheue, introvertierte Menschen, die viel stärker geduldet waren als heute. Mangelnde rhetorische Fitness war noch kein Knockout-Kriterium auf dem Arbeitsmarkt. Logisch und aus der Historie erklärbar: Schließlich war gerade der deutschsprachige Raum nach der NS-Diktatur kommunikationstechnisch in einer Schockstarre und gute Rhetoriker sicherheitshalber von vornherein suspekt. Genau denen und ihren Worten ging man ja noch bis vor kurzem auf den Laim.
Wer musste in den 1950er Jahren schon gut reden können? Gerade mal Lehrer, Pfaffen und Advokaten. Vertreter oder Verkäufer sollten an der Haustüre überzeugen und Abschlüsse bringen. Bei TV-Ansagerinnen reichte es völlig, wenn sie attraktiv waren und überhaupt reden wir hier von einer Zeit, in der Frauen noch bügeln und kochen konnten. Für Politik hat sich die Frau des Hauses lieber noch nicht engagieren. Auch von Sekretärinnen, Ärzten, Winzern oder gar Technikern hat keiner erwartet, dass sie präsentieren können.

In welche Richtung entwickeln wir uns in Bezug auf neue Arbeitswelten?

2030 klingt zwar noch weit weg; aber klar wird es Büros auch dann noch geben. Das Homeoffice deckt eben nicht alles ab – in einer auf Sprache zentrierten Gesellschaft. Die Telko oder Video-Konferenz ersetzen Live-Gespräche oder die Verhandlungs-Atmosphäre vor Ort nicht. Die meisten arbeiten daheim übrigens bedeutend mehr, weil sie nicht abgelenkt sind. Sie können zwar mal nach der Waschmaschine sehen und kommen dadurch auch mal zum Einkaufen, doch Freizeit haben sie durch den Arbeitsplatz daheim kaum gewonnen. Soziale Kontakte im Beruf pflegen oder Netzwerken geht von daheim aus schlecht. Besonders in Amerika haben ich viele privat verwahrloste Homeworker erlebt, obgleich sie für ihre Dienstgeber bestimmt hohen Output generiert haben.

Coaching by phone beispielsweise ist in den letzten Jahren zu einem fixen Bestandteil meiner Arbeit geworden. Zu Beginn war ich skeptisch, aber mittlerweile sprechen die Ergebnisse für den Coach am Hörer. Ich habe mit Managern gearbeitet, von denen ich manche nicht persönlich getroffen habe und dennoch haben wir unser abgesprochenes Ziel erreicht.

Für viele meiner Kunden war es in der heißen Phase vor einem Hearing oder direkt vor dem Presseauftritt ausgeschlossen vom Ruhrgebiet oder aus den Schweizer Bergen einen Tag lang zu mir nach Wien zu kommen. Umgekehrt konnte ich nicht in allen Fällen zu ihnen. Außerdem rechnet sich – selbst bei wichtigen Entscheidungsgesprächen – die Anreise aus Bregenz oder Graz nicht immer.

Die „Vier-Ohren“-Energie ist intensiver. Telefoncoaching erspart die Anfahrtszeit und wird ebenso stundenweise verrechnet.

Das Coaching by Phone wird aber mittlerweile nicht nur von Managern und High-Potentials in Anspruch genommen. Immer öfter leisten sich auch Studenten vor Aufnahmetests oder herausfordernden Trainee-Programmen eine Telefoneinheit; die genauso verrechnet wird wie eine Coaching-Stunde.

Nein, Sprechtechnik oder Körpersprache und Videotrainings eignen sich kaum für Skype. Doch gerade bei meinen Businesskunden sind die Telefontermine besonders begehrt. Wir werden Arbeit und Weiterbildung im Zuge der Digitalisierung generell neu definieren müssen. Es wird wohl weg von der Beschäftigung (und Abrechnung) nach Zeit hin gehen zum Erlebnis- UND Ergebniswert. Unsere Meetings dauern heute bereits immer länger und der Output ist nicht größer. Redezeit = Lebenszeit. Die kostbare und unersetzbare Ressource „Zeit“ kann nur durch besser strukturierte Gespräche gespart werden. Das ist wohl auch der Grund dafür, warum unser Business Rhetorik Diplom von Personalisten nachgefragt ist. An der eigenen Persönlichkeit und Rhetorik zu arbeiten, ist genussvoll. Es ist auch wohltuend, neben dem Kernjob endlich wieder mit gedanklichem Frischwasser versorgt zu werden und sich gleichzeitig mit der eigenen beruflichen Perspektive zu beschäftigen.

Einige Experten gehen davon aus, dass zeitlich und örtlich begrenzte Arbeitsformen auf dem Vormarsch sind. Die beste Pensionsvorsorge: Investiere in Dich selbst! Für viele steht der Wunsch im Raum: Für die späteren Jahre beruflich vorsorgen. Denn: Wer weiß wirklich genau, wie alt wir werden? Und, ob wir dann noch unserem Kernberuf nachgehen können? Klar ist, die Pensionskassen sind leer und garantierte Ansparmodelle gibt es nicht mehr. Als Business Rhetorik Coach beispielsweise können Sie sich ihre Arbeitszeit frei einteilen. Wichtig ist jedoch vorher in die Qualität der Ausbildung investiert zu haben. „Meine eigene Marke schärfen!“, lautet die Devise der eigenen Pensionsvorsorge.

Ungesunden Stress kann nur vermeiden, wer sich um seine eigenen Ressosurcen und Talente aktiv kümmert.  In der Wirtschaft und in den Medien werden beispielsweise Stimmen für Mailboxen, Internet, Werbung, Callcenter, Firmenpodcasts und für Unternehmenspräsentationen auf Video gesucht. Auch bei Off-Air-Moderationen wie Firmenfesten, Kongressen, Veranstaltungen, … werden immer häufiger ausgebildete Sprecher und Moderatoren gebucht. Die meisten Sprecherprüfungs-Kandidaten haben mit der Sprecherausbildung zum professionellen Berufssprecher als Zweitjob begonnen. Ab dem Zeitpunkt als sie sich neben ihrem Broterwerb mit ihrer Stimme und damit mit sich selbst befasst haben ist etwas in Gang gekommen. – Dieser Persönlichkeitsarbeit hat ihnen Kraft und vor allem Sinn gegeben und viele konnten den stressigen Alltag besser ertragen. Das Gefühl nicht nur zu funktionieren, sondern auch wieder von etwas erfüllt zu sein macht einen riesigen Unterschied.

Fazit: In der modernen Kommunikationsgesellschaft ticken die Uhren anders. Rhetorische Intelligenz ist ganz vorne bei den Karrierefaktoren, gleich neben der Fachexpertise, die ein guter Chef im Gepäck haben sollte. Bei einer Bewerbung fällt der verbal Schwache sofort auf. Seine mangelnde rhetorische Virtuosität ist sowohl in der Muttersprache, als auch in der Fremdsprache hörbar, und die Lücken im Small-Talk bei der Bewerbung blitzen förmlich hervor, wie ausgeschlagene Zähne im Gebiss. Jene Führungskräfte, die sich täglich DAFÜR entscheiden, nichts GEGEN ihre rhetorischen Problemfelder zu unternehmen, sind eben wenig heldenhaft.

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