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Die Schule des Sprechens

Newsletter Februar 2018

Liebe Freunde der Schule des Sprechens,

bislang hatten wir einen milden Winter. Wir haben für das Frühjahr wieder neue Themen für Spin-Trainings am Start. Tatjana bietet Paaren bis 16. Februar ein Paar-Profiling im Doppelpack als Valentinstagsgeschenk. Bestimmt lernt Ihr einander noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Das Geniale: Beziehungszeit bedeutet auch sich gemeinsam zu entwickeln.


 

Buchtipp
Tatjana muss aktuell für ihren Executive Lehrgang zum “Digital Business Strategist” viel lesen. “The Digital Playbook” wurde von ihrem Professor geschrieben und versucht praxisorientiert auf den Leser zuzugehen. Liessmann liest man gerne. Westaustralien dient als Reisevorbereitung. Akzentfrei Englisch wäre dafür bestimmt gut.

Unsere Kunden:

In die Schule des Sprechens kommen Karriereorientierte und Influencer. Viele unserer genialen Kunden sind selbst Trainerkollegen, haben Bücher geschrieben oder halten Vorträge. Ihnen hat Tatjana eine eigene Kolumne gewidmet. Jeden Monat erscheint in unserem Newsletter ein Interview. 

Tatjana Lackner:

Liebe Nathalie, erst einmal Gratulation! Du hast ein interessantes Buch geschrieben - in einer globalen Welt ist Englisch essentiell.

"Reden lernt man allerdings nicht aus Büchern. Reden lernt man nur durch reden." Wie schwierig war es für Dich, schriftlich zu beschreiben, wie und vor allem wo im Mund welche Laute akzentfrei gebildet werden sollen?

Nathalie Claude:

Es war eine große Herausforderung das für jeden verständlich zu formulieren, aber durch die vielen Kunden – die alle immer in die gleichen typischen Fehlerquellen tappen – erschloss sich mit der Zeit ein System, wie ein Code, den ich geknackt habe. Das halbe Jahr auf einem amerikanischen Filmset half mir die letzten offenen Fragen zu klären.

Tatjana Lackner:

"Akzentfrei" geht nicht, sagen Sprachforscher. Kannst Du das Wesen Deiner Arbeit kurz beschreiben? Wie nahe kommt man Deiner Überzeugung nach tatsächlich ran ans Native?

Nathalie Claude:

Es gibt viele Menschen die das schaffen. Man braucht dazu die richtigen Infos und ein System. Nachahmen wird meist nicht reichen. Manche Dinge lassen sich schwer aus den Köpfen der Menschen bringen: Zum Beispiel veraltete Glaubenssätze wie „du wirst das nie können, du bist kein Native Speaker.“

Es fing ja damit an, dass ich selber unter meinem Akzent gelitten habe –  durch die richtigen Infos in Verbindung mit Stimmarbeit konnte ich mich davon befreien. Ich habe danach untersucht, was die wirklichen Unterschiede zwischen den Sprachen sind (im Klang und in der Herstellung). Im Deutschen sind es wiederum andere typische Klänge als im Schweizerischen oder im Französischen. Da ich von der Bühne komme und Sängerin bin, ist mein Ansatz ein anderer, als der des reinen Phonetikers.

Die 10 Jährige Erfahrung zeigt: Es ist möglich den Akzent zu verlieren, aber wie bei allem, kommt nicht jeder zum gleichen Ergebnis.

Tatjana Lackner:

Du arbeitest am Filmset mit bekannten Schauspielern wie beispielsweise Anna Fischer oder Sebastian Koch. Geht es in Deiner Arbeit darum, dass sie "englischer" oder "französischer" klingen? Warum steht ihnen der deutsche Akzent überhaupt im Weg? Deutsche Schauspieler werden doch ohnehin synchronisiert, möchte man meinen.

Nathalie Claude:

Eine Filmproduktion versucht erst mal dem Schauspieler die Freiheit zu lassen, selbst zu sprechen. Synchronisiert wird nur im Notfall. Auch, wenn Deutsche als Deutsche gecastet werden, ist der Akzent für einen Native Speaker oft einfach nicht verständlich. Ich helfe also dem Schauspieler, dass er verstanden wird und ich helfe vor allem dabei, dass er sich wohler fühlt in der Fremdsprache und sich nicht so überanstrengt. Bei „Berlin Station“ habe ich auch viele Briten gecoacht, die amerikanisch klingen mussten oder ich hatte auch mal eine Australierin die wie eine Amerikanerin mit deutschem Akzent klingen sollte … die Möglichkeiten sind mannigfaltig.

Tatjana Lackner:

Aussprachetraining via Skype sehen manche Kunden zu Beginn vielleicht kritisch. Wie geht es Dir mit der Internetverbindung oder der Aufnahmequalität, wenn der Kunde unterwegs ist? Wo siehst Du Vorteile und wo die Herausforderungen?

Nathalie Claude:

Skype lässt mich weltweit arbeiten. Das macht es für mich und meine Kunden sehr einfach und weniger kostenintensiv. Unter dem Strich habe ich vielleicht 5% Übertragungsprobleme. Bestimmt gibt es ein paar Finessen, die ich gerne "in Person" vermittle. Die Serie „Wilder“ habe ich komplett per Skype betreut. Meine Geschäftskunden aus der Schweiz betreue ich auch nur online. Das wird tendenziell mehr, da der zeitliche Aufwand einfach kleiner ist. Für den Notfall gibt es Zoom – ein virtuelles Meeting Raum Portal.

Tatjana Lackner:

Der Schottverlag hat eine CD beigelegt. Wird es in Zukunft auch einen moderierten Podcast geben? Die Übungen könnten dann auch auf die betreffenden Kapital referenzieren. Was sind die häufigsten 5 Fehler Deutschsprechender in der englischen Aussprache?

Nathalie Claude:

Im Moment ist ein Podcast nicht geplant, aber im Hinterkopf habe ich das schon. Ich versende allerdings Videos & Sprachaufnahmen an die Kunden – quasi auf sie persönlich abgestimmt. Und ich arbeite vom ersten Tag an mit Video-Kontrolle und Feedback per WhatsApp.

Die häufigsten Fehler:

1. Amerikanisch, Britisch und Deutsch wird bunt gemischt
2. W wird als deutsches oft noch als "W" gesprochen
3. Th wird als s oder f gesprochen
4. R wird generell falsch beigebracht und daher auch falsch gesprochen (strengt den Sprecher      sehr an)
5. Weiche und harte Endungen werden nicht differenziert

Tatjana Lackner:

Du hast in der Schule des Sprechens Deine Sprechtrainer-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Schon damals ging es bei Deinem Diplomarbeitsthema um "Akzentfrei Englisch sprechen". Dein Probeunterricht hat mir viel Spaß gemacht. Inwiefern profitierst Du heute noch von Deiner Zeit an der Schule des Sprechens?

Nathalie Claude:

Durch die Schule des Sprechens habe ich ein Vermittlungs-System entwickeln können das hat mir davor gefehlt.

Außerdem bekam ich die grundlegenden Fakten zur deutschen Aussprache vermittelt – ohne diese, würde meine Arbeit gar nicht funktionieren.

Vielen Dank liebe Tatjana!


Framing: Sprache erzeugt Stimmungen

Schon 1981 hat der heutige Nobelpreisträger Daniel Kahneman aufgezeigt, dass es eine "Cognitive Illusion" gibt. Seiner Ansicht nach lassen sich sogar Ärzte im Erstinstinkt täuschen, wenn es beispielsweise bei Lungenkrebs um die Frage geht: Was ist schlimmer: Eine 90-prozentige Überlebens-Chance? Oder eine 10-prozentige Sterblichkeitsrate?

Die Sterblichkeitsrate wirkt auf uns furchteinflößender, als die Überlebens-Chance, obwohl die verwendeten Zahlen klar eine andere Sprache sprechen.

"Frame-Semantik" begegnet uns überall. Der "Bezugsrahmen" eines Wortes schafft Stimmungen, die sich dann in Form von Euphemismen oder Hetze in Überzeugungen verwandeln lassen. Unsere anfangs noch teigigen "Meinungen" zu aufpoppenden gesellschaftsrelevanten Themen werden laufend medial geknetet und durch Framing in die gewünschte Form gebacken. In Wirtschaft, Medien und Politik oder auch zu Hause wird an unseren Überzeugungen gezerrt. Clever inszenierte "Deutungsrahmen"(Frames) und Metaphern kommen gezielt zum Einsatz. Sie suggerieren ein Bild und legen uns (Trug-)Schlüsse nahe, die wir dann für unsere eigene Meinung halten. Wir werden jede Sekunde beeinflusst – auch ohne Facebook oder Fernsehapparat.

Während die Linken beispielsweise vielerorts jeden Flüchtling als Bereicherung unserer Kultur "verkaufen", versuchen die Rechten die Bevölkerung vor Überfremdung zu "schützen". Der Immobilienmakler versieht eine abrissreife Aussichtslosigkeit auf dem Häusermarkt mit dem Prädikat "Bastlerhit". Die Reisebürobranche setzt "Familienhotel" gleich mit Remi-Demi, vom Frühstückstisch bis zur Poolbar und in der Lobby. Kurz: Kinderlärm und Chaos den ganzen Tag über inklusive.

Wortschatz erweitert den Horizont

In der Rhetorik sind Wortschatzerweiterungen auch deshalb so wichtig, weil gute Redner variantenreich erzählen können und viele Synonyme und Antonyme kennen. Außerdem setzen sie gezielt sprachliche Frames ein. Bewusst gewählte Darstellungen und Wortschattierungen in gutgezimmerte Frames erschaffen schließlich die gewünschte Stimmung. Manipulation ist keine Raketenwissenschaft.

Je mehr wir jedoch wissen über Worttemperatur und feine Abstufungen bei der Wortwahl desto schneller erkennen wir, wann wir manipuliert werden.

Zahlreiche Begriffe und Sprachnuancen verfügbar zu haben garantiert außerdem die Welt in größerer Vielfalt und Buntheit zu erleben. Weinkenner beispielsweise verbinden mit Degustationsvokabeln ganz bestimmte Eigenschaften, die sich einem Laien nie erschließen werden. Wortschatz ist eben Wissensvorsprung und der kann reich machen.

Für viele Menschen gibt es bei Farben die Unterscheidung hell und dunkel. Für Fashionista hingegen sind Babyblau, Lavendel, Indigo, Kobalt, Mittelblau, Ultramarine, Taubenblau, Türkis, Königsblau, Azur, Pastelblau oder Mitternachtsblau völlig unterschiedliche Farbtöne.

Auch ein Musiker weiß, warum der Dominantseptakkord so viel Spannung erzeugt. Nur wer gelernt hat ihn zu hören, der erkennt hinter Noten und Klängen seine musikalische Bedeutung.

Fazit: Je mehr Worte wir benennen können umso nuancenreicher gestalten sich unsere Sprachbilder. Berufliche Vielredner kümmern sich im neuen Jahr um die Macht und Wirkung ihrer Worte. Stimmungen werden schließlich auch durch metaphorische Frames beeinflusst und die kann wirklich jeder lernen! Wer sich nicht gerne manipuliert lassen will, der sollte sich mit Framing und der Wirkung von versteckten Botschaften auseinandersetzen.


Unser Neujahresempfang 2018

Weihnachten verbringt man jedes Jahr zu Hause den Neujahresempfang bei uns!

Gemeinsam mit unseren Kunden haben wir auf viele neue Chancen angestoßen!


Valentinstag

Schenk' dem Schatz ein Profiling! Geniales Paarcoaching

mit coolem Rhetorik-Check und Eurer Stimmanalyse.


Neu in der Schule des Sprechens

RST Lampenfieber

Versagensängste sind so alt wie die Menschheitsgeschichte. Lampenfieber entsteht in den seltensten Fällen allein durch schlechte Vorbereitung. Wenn der Druck von außen zu groß wird und wir uns gleichzeitig von innen Stress machen, dann blockieren die Gedanken.

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RST Selfmarketing

Fachlich haben Sie sich in den letzten Jahren ausreichend verfeinert. Langsam wird es Zeit Ihre Arbeit auch in die Auslage zu stellen und die Lorbeeren zu ernten. Die Erkenntnis: Niemand wird Ihr Eigenmarketing für Sie übernehmen. Sie müssen daher selber ran!

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01.02.2018
16:00 - 18:00

Be Boss - Tatjana Lackner 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

02.02.2018
17:00 - 19:00

Argumente, die Gold wert sind! - Tatjana Lackner 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

06.02.2018
16:00 - 18:00

Körpersprache – Karin Hofmann 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

09.02.2018
14:00 - 18:00

Werbe- & Dokusound - Peter Faerber 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

09.02.2018
17:00 - 19:00

Brillant Präsentieren - Tatjana Lackner 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

13.02.2018
15:00 - 17:00

Screening - Tatjana Lackner 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

15.02.2018
16:00 - 20:00

Hörbuch Sprechen - Fabian Wessely 
Tonstudio Soundborn, Wien

16.02.2018
14:00 - 18:00

Tonstudio Workshop - Tonstudio Soundfeiler 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

16.02.2018
17:00 - 19:00

Schlagfertigkeit & Selbstbewusstsein – Tatjana Lackner 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

19.02.2018
17:00 - 19:00

Moderation Off-Air - Ronny Leber 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

21.02.2018
16:00 - 18:00

Verbales Charisma – Tatjana Lackner 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

22.02.2018
15:00 - 17:00

Schwarze Rhetorik & Killerphrasen entkräften - Tatjana Lackner 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

23.02.2018
14:00 - 18:00

Timecode Sprechen - Dagmar Steindl 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

24.02.2018
10:00 - 18:00

Sprechtechnik Intensiv - Susanne Lefévre 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

26.02.2018
16:00 - 18:00

Brillant Präsentieren - Tatjana Lackner 
Die Schule des Sprechens GmbH, Wien

 
Unsere Kurse im Februar
 

Im Februar ist natürlich wieder viel los in der Schule des Sprechens.
Klicken Sie auf den Button, um all unsere Kurse zu entdecken.

 
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