Bonjour, ihr Mikrofon-Mimosen und Bühnen-Belgier!

10. September 2025 von Tatjana Lackner, MBA

Hier kommen sechs knallhart charmante Moderationstipps, damit nicht jedes Event klingt wie ein verunglückter Wetterbericht am Sonntagmorgen. Denn: Wer moderiert wie ein Navi, wird überhört. 


Sag nicht, was eh jeder sieht

Denke an den ESC und jetzt kommt Lied Nummer 8, ein ruhiger Song aus Estland. Bitte nicht. Das Publikum ist nicht blind, sondern gelangweilt. 
Mein Coachingtipp: Mach es wie Andi Knoll und erzähle, was man nicht sieht, aber spürt, beispielsweise: Estland schickt uns ein melancholisches Flüstern im Wind. Fast so, als würde ein Fjord weinen. 
 

Moderiere nicht brav, moderiere bemerkenswert


Lieber ein charismatischer Fehltritt als ein korrektes Koma. Andi Knoll lebt das: ironisch, emotional, nie beliebig. 
Übung: Schreib Dir eine zu brave Moderation und dann mach genau das Gegenteil. 
 

Lass die Stimme tanzen


Nicht runterleiern, nicht raufkreischen. Modulation ist wie französischer Rotwein: gut dosiert macht sie Dich unwiderstehlich. 
Tipp: Hör Dir mal Böhmermann an; der Mann weiß, wie man sprachlich mit der Augenbraue zuckt. 
 

 Überrasche mit Haltung statt Höflichkeit


Deine Moderation ist kein Behördenfunk. Wenn Dir etwas gefällt, dann sag es mit Lust. Wenn nicht, dann sag es mit Stil. 
 

Dein Bühnenevent ist kein Zahnarzttermin


Genauso, wie die internationale: Good evening, Europe!-ESCLiturgie entschlackt gehört, so gibt es sicher auch bei Deinen Moderationstexten streichfähige Passagen? 
 Mein Coaching-Hack: Vorab gerne vorbereiten, aber mit Raum für spontane Reaktionen. Sonst moderierst Du wie ein Lexikon auf Baldrian. 
 

Sei nicht der Held, sei der Gastgeber


Dein Job: Bühne bauen für andere. Nicht mit Phrasen, sondern mit Pointen. 

Fazit: Moderation ist kein Amt, sie ist eine Affäre. Wer sie richtig führt, verführt. 

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