Das 3-B-Modell in der Gesprächsführung

Egal, ob Bewerbung, Hearing oder einige Minuten Business-Small-Talk beim nächsten Kundenevent. Selbstpräsentationen sind laufend gefragt und fallen vielen Menschen schwer. Wenn Sie auf die folgenden 15 Fragen flüssige Antworten parat haben, dann sind Sie gut vorbereitet. Schmallippige Einsilbigkeit punktet nie. Probieren Sie stattdessen das 3-B-Modell aus: Beantwortung – Begründung – Beispiel!

Beispiel: Mit welchen Problemen hat sich Ihre Branche derzeit zu plagen?

„Ich glaube, (Beantwortung) dass die digitale Transformation gerade im Sales eine riesige Veränderung bringen wird, weil (Begründung) heute bereits Chatbots für Kundenanfragen weltweit erfolgreich eingesetzt sind. Ich selbst war beispielsweise (Beispiel) beeindruckt von „Mildred“ bei der Lufthansa, die schon recht smart kommuniziert und den günstigsten Flug sucht.“

Gesprächsthemen im Überblick:

  1. Welche sind die größten Key Accounts, die Ihr Unternehmen als Kunden hat?
  2. Auf Ihrem Nachttisch: Welche Lektüre findet sich?
  3. Was war Ihr größter beruflicher oder persönlicher Meilenstein in den letzten drei Jahren?
  4. Ein Magazin-Abo als Geschenk: Mit welchem Titel macht man Ihnen eine Freude?
  5. Der Sinn des Lebens: Wie erfüllend ist Ihr Job?
  6. In welchen Bereichen erreicht Sie die digitale Revolution?
  7. Was ist die größte Perspektive der Zukunft?
  8. Ist der Mensch ein kooperatives oder ein kompetitives Wesen? Was eher?
  9. Wie viel gibt die Wahl des Partners über uns preis?
  10. Die Rechtsprechung ist nicht immer gerecht? Wann haben Sie diese Erfahrung gemacht?
  11. Was sind die größten Fehler in der Jugend?
  12. Alle wollen alt werden, niemand möchte alt sein. Wie vorausschauend planen Sie Ihren Ruhestand?
  13. Auf der Straße der Weltpolitik: Wobei sind die Menschen zuletzt falsch abgebogen?
  14. Sie erhalten einen großzügigen Bildungscheck: Wofür würden Sie ihn einsetzen?
  15. Österreich ist in vielen Bereichen vorbildlich. Wobei schwächelt das Land?

Coachingtipp:

Manchmal empfiehlt es sich sogar, wenn Sie in Meetings die Reihenfolge variieren: Zuerst die Begründung und das Beispiel und erst am Ende verraten Sie Ihre Antwort. Der Vorteil: die Menschen hören Ihnen bis zum Schluss zu. Sobald Sie jedoch mit „Das finde ich nicht, weil …“ oder „Ich bin derselben Meinung, …“ eröffnen, wird klar, wo Sie stehen und Gesprächspartner beschäftigen sich dann nur noch damit zu kontern. Drehen Sie die Reihenfolge jedoch um und starten zuerst mit Ihrer Begründung, dann muss man Ihnen bis zum Ende zuhören, um zu erfahren, was Ihre Meinung ist.