Lampenfieber-Training

Stehst Du im Schatten Deines Lampenfiebers?

Versagensängste sind so alt wie die Menschheitsgeschichte. Lampenfieber entsteht in den seltensten Fällen allein durch schlechte Vorbereitung. Wenn der Druck von außen zu groß wird und wir uns gleichzeitig von innen Stress machen, dann blockieren die Gedanken.

„I can’t keep calm I’m too excited!“

Lampenfieber hat also immer auch etwas zu tun mit: Versagensängsten und Bewertungsdruck. Wir leben in einer Welt, in der wir ständig perfekt sein müssen, top vorbereitet, gut gekleidet, gelassen und dabei auch noch möglichst sympathisch. Je näher der Tag des gefürchteten Auftrittes oder unserer Prüfung kommt, umso stärker stehen wir unter psychischen Leistungsdruck. Von innen und von außen.

Wir fürchten die Bewertung anderer

Manchmal reicht es eben nicht inhaltlich sattelfest und fachlich gut vorbereitet zu sein, um sich in Sicherheit zu wiegen. Die Angst vor der Bewertung bleibt. Und die Bewertung anderer ist uns auch sicher. Sobald wir die Bühne betreten und der erste Ton den Saal entlädt hat jeder einzelnen Zuhörer im Raum eine Meinung zu uns. Wir werden eingeschätzt nach: Wie sieht die vortragende Person aus? Was hat sie an? Wofür hält derjenige sich? Was erfahre ich hier Neues?
Bertha von Suttner hatte schon Recht: „Lampenfieber ist eine Begleiterscheinung der Eitelkeit; eine zitternde Frage an das Schicksal: wie werde ich gefallen?, mit dem ganzen Nachdruck auf der Silbe „ICH“.

Der Mensch bleibt unter Druck nicht am gleichen Niveau

Druck lastet auf der einen Seite von außen auf uns; schließlich möchte man sich nicht blamieren. Jeder ist zudem Repräsentant der eigenen Firma und hat einen Ruf zu verlieren. Wir wollen in unseren sozialen Communities ein gutes Bild abgeben und keine üble Nachrede evozieren. Außerdem kleben Mitschnitte von Redeauftritten im digitalen Zeitalter oft jahrelang im Netz und wirken unkontrollierbar nach. Jeder einzelne Vortrag und jede Keynote Speech ist somit entscheidend für unser Eigenmarketing innerhalb des Unternehmens. Klar gibt es auch Kollegen, die uns den Erfolg nicht gönnen. Das entspannt unsere Nerven kaum.

Bangen Frauen anders als Männer?

Innerlich haben wir hohe Erwartungen an uns selbst. Manchmal liegt hier der eigentliche Grund fürs Lampenfieber: Übersteigerte Erwartungen. Logischerweise wollen wir nicht erleben, dass wir vor anderen scheitern. Oft stelle ich im Training besonders bei Frauen fest, dass sie es nicht ertragen können nicht perfekt zu sein. Dadurch setzen sie sich unnötig unter Druck und das Lampenfieber steigt höher, als vergleichsweise bei Männern. Frauen machen sich auch mehr Gedanken über die Wirkung ihrer Performance; sie fürchten zudem häufiger die Zuhörer zu langweilen.
Männer haben erfahrungsgemäß eher Angst, dass sie wichtige Inhalte vergessen oder die Reihenfolge der Themen durcheinanderbringen. Nachdem Sprache immer ein Indiz ist für Herkunft, Bildungsgrad und Milieu fürchten beide Geschlechter gleichermaßen sich schlecht auszudrücken, nicht flüssig zu sprechen oder bei Zwischenfragen zu wenig schlagfertig zu sein.

Lampenfieber-Training wirkt wie ein Fieberblocker

Nervosität kann uns ins Stocken bringen, deshalb ist das Training davor so wichtig. Niemand will schließlich erleben, dass er sein Thema oder die Redesituation nicht mehr beherrscht und plötzlich ins Blackout schlittert. Vereinzelt erzählen mir Menschen, dass sie schon früher einmal schlechte Erfahrungen gemacht haben bei Vorträgen oder Präsentationen und sich deshalb die traumatische Wiederholung ersparen wollen.
Meine Aufgabe als Coach besteht darin alle möglichen Schreckens-Szenarien durchzuspielen. Sehr wirkungsvoll, aber kein Honigschlecken! Lampenfieber-Training ist schweißtreibend und seit 25 Jahren erprobt. Ich habe hierfür ein spezielles Training entwickelt, das Selbstzweifel in allen Ecken unserer Psyche aufspürt. Manche davon sind übrigens absolut berechtigt. Daran wird gearbeitet und es wird geübt, wie man auf böse Killerphrasen sympathisch kontert. Wer auf der Bühne steht darf sich nämlich weder rechtfertigen noch weniger darf man coram puplico pampig werden. Beides verspielt Statuspunkte.
Fazit: Wer sich den unangenehmsten Fragen, Zwischeneinwürfen und heiklen Situationen im Vorfeld bewusst gestellt hat, der ist im Live-Moment garantiert souveräner. Genau dann, wenn es brenzlig wird, haben wir nämlich bereits elegante Lösungen und gewinnende Reaktionen aus dem Training abgespeichert. Mach‘ Dich zum Star und überlasse die Bühne nicht Deinem Lampenfieber!