Weihnachtsrede: Advent, Advent, das Ego brennt

19. November 2025 von Tatjana Lackner, MBA

Adventkränzchen, Weihnachtsfeiern, Punschstände: Sie können magisch sein. Oder peinlich. 

Der Unterschied? Stimmung. Und Worte. Also: Reden, nicht lesen! Niemand will Dich mit gesenktem Kopf sehen, wie Du Dein Manuskript flüsterst.  

Zieh kurz, wirklich kurz!, wenn es denn von Dir verlangt wird, den Bogen über das vergangene Jahr. Keine ZDF-Talkshow mit Zahlen, Daten, Fakten. Die Weihnachtsfeier ist keine Bilanzpressekonferenz, sondern der Versuch, für zwei Stunden an das Gute zu glauben. 

 Frag Dich lieber: 

 👉 Was hat dieses Jahr Spaß gemacht? 

 👉 Welche Katastrophen habt ihr heuer mit Stil überlebt? 

 👉 Wer aus Deinem Team war ein stiller Held? 

Und bitte, vermeide Phrasen wie: In Zeiten wie diesen! Du weißt schon, das klingt nach Politiker auf Valium. Auch Deine Lieblingsfloskeln gehören auf Diät, sonst wird Deine Rede zur Runde Bullshit-Bingo Deluxe. 

🕯️ Tipp: Sprich Deine Rede probeweise ins Handy. Hör sie Dir an. Wenn Du Dich selbst langweilst, schmeiß sie weg. Du bist kein:e Nachrichtensprecher:in, Du bist der Gastgeber eines Abends, der in Erinnerung bleiben soll (im Guten, bitte). 

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🍷 Weihnachtsfeier & Punschstand 

Ob auf der Bühne oder beim Glühwein zwischen zwei Lebkuchenherzen gilt dieselbe Regel: Sei echt! 

Deine Mitarbeiter:innen umgeben sich gern mit ihren Lieblingsmenschen. Das bist nicht automatisch Du. Also geh hin, sprich mit denen, die Du sonst kaum siehst. Überrasche sie. Das wirkt. 

🗣️ Tipp: Kein Chef ist charmanter als der, der fragt, statt zu dozieren. 

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✨ Dresscode: gewagt, aber nicht gewöhnlich 

Klar darfst Du auffallen, aber eben mit Stil, nicht mit Glitzerpanik. Extravagant ist super, wenn es zu Dir passt. Halb gewagt ist ganz gewonnen. 

Zeig, was Du hast, aber bitte mit Andeutung, nicht mit Flutlicht. Zu viel Dekolleté, bauchfrei, oder Rockschlitze bis zum Jupiter wirkt selten raffiniert. Eher wie ein Meme in Entstehung. Und das Internet vergisst nicht. Eleganz ist wie Champagner: sie prickelt, wenn man es nicht übertreibt. 

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⚡ Energie: ja. Übertreibung: nein. 

Es gibt nichts Öderes als Menschen, die auf einer Weihnachtsfeier aussehen, als hätten sie ihr WLAN verloren. Also: Sei lebendig! 

Aber wenn Du mit übersteuertem Charme, zu viel Muskelspiel oder drei Glühwein zu viel durch die Menge marschierst, dann wird es schwierig. Der Grat zwischen lebensfroh und Fremdschämen ist schmal. 

🥂 Tipp: Sei die beste Version Deiner selbst und nicht Dein betrunkenes Spiegelbild um Mitternacht. 

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Fazit: Am Ende dieses Jahres, zwischen Zimtsternen und Überstunden, zwischen noch-schnell-fertig-machen und endlich-abschalten, bleibt nur eins: Der Moment. 
Dieser Moment, in dem Du durchschaust, dass es nie um Zahlen ging, nie um Strategie, sondern um Menschen. Um Blicke, um Lacher, um kleine Siege, die niemand notiert, aber jeder spürt. Frohe Weihnachten und auf ein neues Jahr, das wieder alles durcheinanderbringt. 

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