Fünf Tipps für den Schulbeginn

1. Alltag proben 

Nach neun Wochen Ferien ist es für die Kinder schwierig sich wieder an das frühe Aufstehen und den geregelten Rhythmus zu gewöhnen. Deshalb hilft es, einige Tage eher Alltag zu proben. Beginnen Sie schlicht früher mit dem Zubettgehen. Die Gegenwehr wäre auch zwei Stunden später garantiert.

2. Chronologie in ganzen Sätzen  

Je nach Schulklasse und Alter des Kindes wird man in jeder Schule von irgendeinem Lehrer gefragt: „Was hast du in den Ferien gemacht?“ Besonders Fremdsprachenlehrer versuchen sich durch persönliche Fragen einen Überblick über den Leistungsstand der Klasse und die noch vorhandenen Vokabeln zu verschaffen. Deshalb ist es hilfreich mit dem Kind wenigstens in der Muttersprache kurz zu proben, was auf die Frage nach den Ferienerlebnissen geantwortet wird. Neue Lehrer beeindruckt liebloses Gestammel wenig. Von der ersten Unterrichtsstunde an geht es auch bei unseren „Kleinen“ schon um Eigenmarketing. Der berühmte „erste Eindruck“ zählt. 

Jüngere Kinder vergessen zudem schnell, was sie am Ferienanfang alles erlebt haben. Deutschlehrer lieben es, als eine der ersten Hausübungen einen Erlebnisaufsatz aus den Sommerferien aufzugeben. Kinder, die sich hier Gedanken gemacht haben schreiben chronologisch und sind schneller fertig

3. Unterstützung beim Neustart 

Wer nach den Ferien beispielsweise in eine neue Schule wechselt, der sollte sowohl auf Deutsch, aber auch auf Englisch die „Selbstvorstellung” zu Hause geübt haben. Schließlich geht es nicht nur um den ersten Eindruck beim Klassenvorstand oder dem Fremdsprachenlehrer, sondern auch um die Positionierung in der Hackreihe innerhalb des Klassenverbandes. Bekanntlich sind Mitschüler gnadenlos

4. Online ausmisten  

Falls Ihr Kind alt genug ist um ein eigenes Online-Profil zu bewirtschaften, dann ist es ratsam auch dort aufzuräumen. Es ist anzunehmen, dass sich die Mitschüler schon am ersten Tag einen Überblick verschaffen, wer „das neue Gesicht“ in der Klasse ist. Bewahren Sie deshalb Ihren Fortpflanz vor peinlichen Facebook- oder Instagram Offenbarungen. 

5. Einsilbige Antworten verhindern  

Tausende Eltern fragen in den ersten Schulwochen nach: „Wie war’s in der Schule?“ und bekommen darauf mitunter recht einsilbige Antworten. „Gut!“, „Schule halt!“ oder „Ja eh“. Clever gestellte Interessensfragen erhöhen hier den Output:
 

„Wer hat sich in den Ferien von den Klassenkameraden am meisten verändert?“ 

„Wenn Du der Direktor wärst, welche Lehrer repräsentieren Dein Haus am besten?“ 

„Wen würdest Du dringend in eine Lehrerfortbildung schicken?“ 

„Wenn Du einen Werbeslogan für Deine Schule kreieren müsstest, wie würde er lauten?“ 

 

Fazit: Der erste Eindruck zählt und neue Lehrer haben durch pubertäre sprachliche Holprigkeiten schnell einen falschen Eindruck. Überlassen Sie Ihr Kind deshalb nicht sich selbst bei der Eigenvorstellung in einem neuen Umfeld oder den ersten Redebeiträgen in der Schule!