Tatjana’s Blog

4. August 2022 von Tatjana Lackner, MBA
"Wer versiebte die deutsche Sprache?" - In diesem Podcast der Reihe "Beinahe wahr!" erzählt Ronald Zrzavy seinen Hörern mit einem Augenzwinkern, wie und wann Theodor Siebs auf die Idee kam, die deutsche Sprache zu vereinheitlichen und neu zu regeln.
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1. August 2022 von Tatjana Lackner, MBA

Wer auf Rhodos Urlaub macht, der sollte in der Hauptstadt das erste 9D-Kino Europas besuchen. „Throne of Helios“ erzählt die Geschichte der Insel samt Schwenk auf die Mythologie. Obwohl mir nicht gänzlich klar ist, was daran 9D sein soll, haben die beiden Filme Spaß gemacht und € 13 waren für die 30 Minuten in Ordnung. Von 10.00 vormittags bis 22.00 Uhr abends laufen die Vorstellungen täglich. Wer sich ein Bild machen möchte, findet auf YouTube Infos: Throne of Helios – 9d Kino – Rhodos 

Wir haben in der Wiener Innenstadt ein 5D-Kino (Time Travel) und das ist diesem Konzept hier sehr ähnlich und ebenfalls empfehlenswert. 

Themen: Rhodos9D KinoThrone of HeliosTime Travel
27. Juli 2022 von Tatjana Lackner, MBA
Wenn Damen nach einem zu gut gemeinten “Lipflip” zwar die gewünscht größere Oberlippe voller Stolz schürzen, ihnen jedoch keine natürliche Lippenmimik mehr gelingt, dann wird die Aussprache insgesamt undeutlicher. Schlecht artikulierte Sprache führt selten zu mehr Wirkung.
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27. Juli 2022 von Tatjana Lackner, MBA

Tatjana, Du bist gut bereist und warst auf allen Kontinenten. Wir freuen uns schon auf Deine Tipps.

Fast. Ja, wenn man von der Antarktis absieht dann stimmt das (lächelt). Hätte ich für meine Reisen Kilometergeld verrechnen dürfen, dann wäre ich heute reich. Mein Lebensmotto war immer: “Der Weg ist das Ziel.” Während andere ihr Geld horten oder sich Eigentum anschaffen, glaube ich an das Prinzip von “Mieten, Leben & Reisen.”

Kennst Du so etwas wie Fernweh?

Ja, mehrmals im Jahr treibt mich die Sehnsucht nicht nur gedanklich in die Ferne. Dann muss ich weg. Andere Tapeten suchen. Außerdem hab ich eine Reisewunschliste.

Hast Du eine Travel Bucket List?

Meine Travel Bucket List:

  1. Samoa: Über Wasserfälle drohnen (noch nicht erledigt)
  2. Hawaii: Inselhopping und Wandern (noch nicht erledigt)
  3. Bahamas: mit Schweinen schwimmen (check)
  4. Graceland: A tribute to the King (check)
  5. New York: über den Dächern der 5th AVE wohnen (check)
  6. Whitsunday Island: Boat trip und Inselhopping (check)
  7. Bolivien: Die Kakteeninsel mitten in der Salz Wüste finden (check)
  8. Auf Dinosaurierspuren in Sucre (check)
  9. Radtour in Lima entlang der Küste (check)
  10. Wüstenrally in Dubai (check)
  11. Gewürzsouks in Abu Dhabi (check)
  12. Shopping mit dem Mall Taxi im Einkaufszentrum in der Dubai Mall (check)
  13. Mit dem Speedboat auf die Isla Saona in der Karibik (check)
  14. Drohnen über dem australischen Regenwald (check)
  15. Japan: Kirschblüte sehen (noch nicht erledigt)

Wenn Du ein verlängertes Wochenende Zeit hättest, wohin zieht es Dich?

Wenn ich Sehnsucht nach dem Meer und bezaubernder Landschaft habe, dann an die Côte d’Azur (Nizza) oder auf die Azoren. Sollte ich jedoch Lust auf die Fülle des urbanen Lebens haben, dann warten in London und Madrid immer neue Impulse.


Was aber wenn Du eine Woche Erholung brauchst?

Dann geht es ab nach Florida. Ich liebe den Golf von Mexiko mit seinen traumhaften karibischen Stränden. Meine Lieblingsinsel ist dort Anna Maria Island, das liegt auf der Höhe von Sarasota. Aber auch in Fort Myers Beach, auf Captive und auf Sanibel Island habe ich schon wunderschöne Urlaube verbracht. Kein Wunder, dass so viele Paare ausgerechnet dort am Strand heiraten.

Hast Du aktuell eine Fernreise geplant?

Ja, meine Tochter (32) wohnte samt Ehemann und Enkelkind für einige Jahre in West-Australien. Natürlich war ich Weihnachten und Silvester stets bei ihnen. Den ersten Pandemie-Lockdown 2020 hab ich dort verbracht. Das waren die besten drei Monate meines Lebens. Ich kenne sowohl die Ostküste Australiens von Sydney bis Cairns gut; erforsche allerdings deutlich lieber den Westen des Kontinents. Rund um Perth, Fremantle und Scarborough könnte ich mir gut vorstellen eines Tages zu leben.

Orte auf der Welt die Dich besonders beeindruckt haben, ob ihrer Natur?

Wenn man bei 50° Hitze und drei Wasserflaschen im Gepäck am Zabriskie Point auf einer Bank sitzt und über das menschenleere “Tal des Todes” in der Mojave-Wüste Kaliforniens blickt, dann wird man demütig.

Auf über 5000 m Höhe (Tunupa 5.432m) wurde mir die Luft knapp und der Kopfschmerz hämmernd. Dafür wurden wir mit dem Blick über die gesamte bolivianische Salzwüste von Uyuni entlohnt. An sonnigen Tagen kann man sie nur geschützt durch Sonnenbrillen betrachten. Mitten auf diesem rauen Salzsee befindet sich wie von Geisterhand erschaffen plötzlich die Kakteeninsel Isla Incahuasi.

Gibt es Orte auf der Welt, die Dich besonders beeindruckt haben – ihrer Bauwerke wegen?

Mont Saint Michelle im Nordwesten Frankreichs ist eine einzigartige Insel. Hier herrschen die stärksten Gezeiten Europas. Binnen weniger Augenblicke wird der Klosterberg zur Insel geflutet und danach zieht sich das Meer wieder 15 km weit zurück.

Las Vegas in der Dämmerung mit dem Helikopter zu überfliegen habe ich genial in Erinnerung. Unglaublich, was sich Menschen für ein Eldorado mitten in der Wüste geschaffen haben.

In der Normandie habe ich ein süßes kleines Haus entdeckt, das mich berührt hat, weil es so einsam in der Landschaft steht.

Außerdem war es ein erhebendes Gefühl über die Weiten der Argentinischen Pampa mit Gauchos zu reiten.

Dein Lieblingsgebirge?

Der einzige Canyon in Europa: George du Verdun in der Haute-Provence in Frankreich.  

Dein Lieblingsfluss?

In Kanada war ich von der Mächtigkeit des Sankt Lorenz Stromes und seinen “Thousand Islands” beeindruckt.  

Das schrägste Hotel?

Im Hotel de Sal Luna Salada ist alles gänzlich aus Salz. Nicht nur die Mauern und Gänge, sondern sogar die Stühle, Tische und Betten. Ich habe selten an einem Ort so gefroren, wie dort.  

Gibt es auch Destinationen, die Du für überschätzt hältst?

Kürzlich habe ich die gesamte Familie zu Ostern eine Woche in die Toskana eingeladen, ich mag die hübsche Landschaft. Aber ich gebe zu es gibt wirklich beeindruckendere Flecken auf dieser Erde. Ich persönlich finde es schade, dass viele Österreicher außer Italien und Kroatien wenig kennen. Auch für deutsche Urlauber hält diese Welt mehr parat als nur Mallorca.

Gibt es ein Land, in das auch Du jedes Jahr reist?

Ja, auf die Insel Rhodos. Mein Mann und ich sind beide Windsurfer. Zum Surfen braucht es thermische Winde und die garantieren uns die griechischen Inseln . Wir stehen jedes Jahr 2-3 Wochen auf dem Brett. Das ist eine der wenigen Sportarten, die ich leidenschaftlich gerne ausübe und mein Gewicht kommt mir bei höheren Windstärken sogar zu Gute (grinst).

Themen: Tatjana LacknerRhodosKakteeninselTal des TodesFloridaLas VegasMont Saint MichelleNormandieGeorge du VerdunSankt Lorenz Stromes
25. Juli 2022 von Tatjana Lackner, MBA

Während wir arbeiten, machen unsere Kunden Urlaub. Wir freuen uns seit mehr als 30 Jahren über ihre Ansichtskarten aus der ganzen Welt. Für Grüße aus dem Urlaub haben wir in DER SCHULE DES SPRECHENS sogar eine Postkartenwand frei gemacht, die laufend wächst.

Ich selbst sende gerne selbstgemachte Postkarten mit eigenen Fotos. Das geht professionell und leicht mit dem Testsieger: Die Post-App. Hier können sogar Fotos aus Facebook genutzt werden. Persönliche Grüße lassen sich ebenso gestalten, wie einfache Collagen und das alles bequem vom Smartphone aus. Die ausgedruckte Postkarte ist aus der ganzen Welt versendbar und für € 1,99 passt sie in jedes Urlaubsbudget.

So geht’s:

Man wählt sich ein Layout und sucht in seiner Fotobibliothek passende Fotos. Den Text tippt man auf dem Handy und sucht sich dafür die gewünschte Schrift. Zuletzt wird das Adressfeld ausgefüllt, dann die Zahlungsart ausgesucht– und ab geht die Post!

Themen: DIE SCHULE DES SPRECHENSSommerPostkarteAnsichtskarteselbstgemachtLiebe GrüßePost
21. Juli 2022 von Tatjana Lackner, MBA
Sprache ist nicht gleich Sprache. Das zeigt sich besonders im sonst so schönen Wien. Nicht ohne Grund gibt es zahlreiche Wörterbücher, die dem Touristen, aber auch der Studentin helfen sollen, sich in der Bundeshauptstadt zurecht zu finden. Das Wienerische ist aber auch Kult, wie Gernot Rohrhofer berichtet.
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20. Juli 2022 von Tatjana Lackner, MBA

Nein, diesen Streifen empfehle ich mit gutem Gewissen nicht! Mag sein, dass die Lobhudler fein finden, dass der kitschige Sissi-Stoff mal eine Runde gegen den Strich gebürstet wurde. Aber rechtfertigt das alleine schon knapp zwei Stunden Lebenszeit der Zuseherschaft in Form von Movieminutes zu binden? 

Dabei hatte die sympathische Regisseurin Marie Kreutzer bestimmt die besten Absichten. Die Werbetrommel wurde im Vorfeld so laut gerührt, dass sich manche nur noch hinter vorgehaltener Hand zu sagen trauen: “Manuel Rubey war okay, die Ausstattung am Set auch, aber dramaturgisch blieb die Chose lahm und der ‘Stinkefinger-Aufreger’ präsentierte sich bereits im Trailer effektvoll.” 

Historiker stellte man ebenfalls im Vorfeld ruhig, nach dem Motto: “Alles, was im Film ‘falsch’ ist, wurde bewusst eingebaut”. Ah, echt? Da haben sich dann die ersten beauftragten Experten verständlicherweise verabschiedet und inhaltlich distanziert. 

Angeblich rebellierte Kaiserin Sissi jedoch tatsächlich immer wieder gegen die Monotonie des Hofzeremoniells und sie litt in der “Corsage” der Habsburger. Die Hauptdarstellerin, Luxemburgerin Vicky Krieps muss man allerdings mögen. Andernfalls werden einem die 113 Minuten wirklich unverständlich lang. Die Inszenierung einer burschikosen und wenig gewinnender Elisabeth ist vielbesprochen und mancherorts auch bejubelt, aber gelungen fand ich die prollige “Kaiserin á la Krieps” nicht.  

Fazit: Geniale Idee! Leider war die Um- & Besetzung wenig fesselnd und zurück blieb bei unserer Kinogesellschaft das Gefühl, ordentlich Zeit verschenkt zu haben. 

PS: Mächtig stolz bin ich dafür auf Robin Frank, die erst kürzlich an unserem Haus “mit ausgezeichnetem Erfolg” ihre Sprecherausbildung abgeschlossen hat und bereits für den HF-Spot von “Corsage” gebucht wurde. Tolle Arbeit. Den Trailer könnte ich mir deshalb immer wieder ansehen 😊. 

Themen: Tatjana LacknerFilmkritikKinoVicky KriepsKreutzerSissiElisabethCorsage
18. Juli 2022 von Tatjana Lackner, MBA

Tatjanas Analysen sind gefragt. Was hat Habeck, das Nehammer nicht hat?

Die Presse: 15.07.2022

14. Juli 2022 von Tatjana Lackner, MBA
Die Doppelkinn-Bremse ist ein körpersprachliches Signal dafür, dass jemand bockig oder gerade misslaunig ist. Begleitet wird sie klischeekorrekt von verschränkten Armen, Zurücklehnen im Sessel und offensichtlichem “Nichtteilnehmen” am Gespräch. Sogar online begegnen uns die Doppelkinn-Bremser: Unmut äußert sich eben auch körpersprachlich!
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13. Juli 2022 von Tatjana Lackner, MBA

Grundsätzlich ist es ja fein, wenn sich moderne Menschen um ihr gepflegtes Aussehen kümmern. Viele 50-Jährige sehen heute bedeutend besser aus als noch vor einigen Dekaden oder in anderen Teilen der Erde. Natürlich gehören zum modernen Lebensstil längst auch gelungene Anti-Aging-Kniffe. Nach den mimischen Entgleisungen aus den 80er Jahren ist man wieder zu einer gemäßigten Form der gesunden Schönheitsmedizin zurückgekehrt und hat diese sogar noch weiterentwickelt. 

Aus sprechtechnischer Sicht wird es dann problematisch, wenn kosmetische Eingriffe nicht nur zu sehen, sondern sogar zu hören sind. 

Ich habe in den letzten Jahren immer wieder die Entdeckung gemacht, dass manche Frauen den Buchstaben “F” beispielsweise gar nicht mehr richtig “pfeifen” konnten, da ihre Ringmuskulatur rund um den Mund nur noch eingeschränkt funktionierte. Wenn Madame nach einem zu gut gemeinten “Lipflip” zwar die gewünscht größere Oberlippe voller Stolz schürzt, ihr jedoch keine natürliche Lippenmimik mehr gelingt, dann wird die Aussprache insgesamt undeutlicher. Schlecht artikulierte Sprache führt selten zu mehr Wirkung. 

Früher waren Zahnfehlstellungen, phonetische Auffälligkeiten oder falsch gesetzte Regulierungen aus sprechtechnischer Sicht ein Problem. Heute redet die Schönheitsindustrie im Gesicht mit. Aufgespritzte Lippen sind kein Garant für gute Aussprache – wir brauchen unseren gesamten Sprechapparat zur Bildung und deutlichen Artikulation von Worten. Besonders die Lippenlaute sind dabei ständig im Einsatz. Beispielsweise bei den Klingern „b“, „p“, „m“, „f“ und „v“ müssen unsere Lippen mal pressen, dann wieder flott schließen oder pfeifen und damit ständig arbeiten. 

Unsere Sprache besteht nicht nur aus Zahn,- Gaumen- oder Rachenlauten. Den Satz: “Barbara bleibt bis Bern im Bus” können “Lipflipper” und andere optimierte Schmollmünder oft gar nicht mehr mit dem dafür nötigen stimmhaften “b” produzieren, weil der dafür nötige Druck auf die Lippenmuskulatur fehlt. Lippengespritzte Damen der besseren Gesellschaft wurden selbst akustisch Zeuginnen ihrer Sprachaufnahmen und hörten sich falsch sagen: “Fui, das Ferd frisst keinen Feffer!” Für ein richtig gebildetes “pf” brauchen sogenannte “Affrikata” phonetisch betrachtet eine verzögerte Verschlusslautlösung. Wenn der orale Atemstrom jedoch auf ein Hindernis stößt, dann verändert das die gewünschte Lautbildung. 

Klinger werden auch “Halbvokale” genannt und lassen damit schon ihre große Bedeutung für charismatische Sprache erahnen. Je weniger klingt, desto flacher wird der Rededuktus und umso monotoner spricht ein Mensch. 

Fazit: Wer immer in der “Schnoferl-Position” spricht, der schürzt zwar möglicherweise nach ästhetischen Gesichtspunkten optimal die Lippen, nur artikulatorisch betrachtet taugt diese Mundöffnung fürs Sprechen nicht. 

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