Tatjana’s Blog

19. November 2021 von Tatjana Lackner, MBA

Lockdown-Statement

Liebe Kunden & Freunde DER SCHULE DES SPRECHENS! 

Wir haben aufgrund der besonderen Situation (analog den Unis und FHs) zwischen Montag, 22. November und voraussichtlich 12. Dezember geschlossen. Danach sind wir wieder live für Dich da! Unser Office ist natürlich täglich von 09:00 bis 18:00 für Dich erreichbar.

Bitte sichere Dir jetzt schon Termine, da die Umbuchungen wieder auf Hochtouren laufen. Alle Unterrichtstermine werden unter Einhaltung der rechtlichen Auflagen so gelegt, dass der zeitliche und räumliche Abstand gewahrt bleibt.

Die gute Nachricht:

ONLINE sind wir aber weiterhin für Dich da! Beinahe alle Stunden und Kurse finden via Zoom bzw. MS Teams statt. Dein Vorteil: Ausbildungen bleiben im Zeitplan und es wird weiter geübt. Wir freuen uns auf Euch in 2D.

Die Einheiten kannst Du entweder unter: https://www.sprechen.com/termine-online (Einzelstunden) oder https://www.sprechen.com/events/categories/online-veranstaltungen (Rhetorik-Spin-Trainings) buchen.

Wir bieten auch Live Coaching mit der „Trainerin des Jahres“ Tatjana Lackner vom Laptop aus an. Täglich zwischen 8.00 und 21.00 Uhr. 

Sobald es neue Informationen gibt, werden wir Dich proaktiv via Social Media, sowie über unseren Newsletter bzw. die Website informieren. 

Bitte folge den behördlichen Anweisungen, wir alle können einen Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung leisten.  

Vielen Dank! 

Liebe Grüße und gesund bleiben, 

Tatjana Lackner & Team 

18. November 2021 von Tatjana Lackner, MBA
“Paar-Branding” heißt das neue Schlagwort! In dieser Folge geht es um drei klassische Typen von Paar-Branding. Unser Partner hat es geschafft, in die innerste Zwiebel unseres sozialen Seins vorzudringen. Selbstverständlich werden er oder sie demnach, pars pro toto für die Qualität unserer sonstigen Entscheidungen im Leben besonders unter die Lupe genommen – nicht nur von der Familie, auch von Freunden und allen anderen.
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17. November 2021 von Tatjana Lackner, MBA

Denialismus wird in den nächsten Jahren gesellschaftlich noch stärker ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit rücken.

Der Begriff selbst ist noch recht jung und entstand im Frankreich[1] der 1980er Jahre. Erstmals bildete sich hier eine Blase von Historikern, die die Existenz von Gaskammern im Zweiten Weltkrieg anzweifelten. Denialismus kann übersetzt werden mit “Wissenschaftsleugnung” und die erleben wir gerade in vielen Bereichen. Da ist die Impfdebatte wahrscheinlich nur eine einzelne Blüte.

Donald Trump beispielsweise war bekennender Klimaleugner, der brasilianische Machthaber Jair Bolsonaro präsentierte sich stets als stolzer Coronazweifler. Als er, seine Frau Michelle und fünf seiner Minister erkrankten, hielt er sich nicht an die Quarantäne und bezeichnete das Virus als “leichte Grippe”.

Elektroautos, Migration und andere Themen fördern laufend “alternative Wahrheiten” zu Tage. Interessant dabei ist, dass die Verbreiter ursprünglich selbst aus dem akademischen Kreis kommen und Thesen in die Welt entlassen, die später kaum mehr aufzuhalten sind. Selbst, wenn diese längst wissenschaftlich entkräftet wurden, vervielfältigen sie sich oft noch jahrzehntelang auf dem fruchtbaren Boden des Populus.

Verschwörungstheorien sind so alt, wie die Menschheitsgeschichte. Doch durch die voranschreitende Digitalisierung sind Studienergebnisse und Analysen für jedermann von überall abrufbar.

Der Erkenntnistheoretiker und Immunologe Ludwik Fleck[2] hat bereits 1935 in seinem Buch “Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache” anhand der Syphilis darauf hingewiesen, dass die Beharrungstendenzen der vorherrschenden Meinungssysteme nicht zu unterschätzen sind. Auch Fleck war davon überzeugt, dass sich eine Uridee – damals sprach man beispielsweise vom “verdorbenen Syphilisblut” – lange hält.

Den Mainstream mit all seinen Denkkollektiven und Meinungsklügel überhaupt zu bewegen ist – vor dem Hintergrund einer immer komplexer werdenden Welt – nicht leichter geworden.

Die Akademische Gesellschaft[3] für Unternehmensführung & Kommunikation (AGUK) in Leipzig stellte kürzlich in einer umfangreichen Trendstudie fest, dass sich Denialismus zukünftig verstärkt auf die Unternehmenskommunikation sämtlicher Bereiche auswirken wird – in Gesellschaft, Technologie, Medizin und auch im Management.

Wir werden uns also in den nächsten Jahren noch wärmer anziehen müssen, um uns rhetorisch-strategisch gegen Halbwahrheiten, Ammenmärchen und Lügengespinste zu wappnen.

Früher galt “eine neue Studie hat bewiesen” als höchste Karte im Spiel der Erkenntnis. Diese sticht heute nicht mehr. Zudem erleben wir bei vielen Themen inhaltliches “Cherry-Picking”. Richtige Zahlen werden zwar in der Argumentation verwendet, aber in völlig anderen Kontext gekleidet, so, dass die Conclusio schlicht falsch ist.

Auf dem Scienceblog des Gesundheitswissenschaftlers Joseph Kuhn[4] erfährt man die fünf Kniffe der Denialisten:

1. Anführen falscher Experten,
2. Argumentieren mit logischen Trugschlüssen,
3. Einfordern unerfüllbarer Erwartungen,
4. Rosinenpicken, selektives Anführen von Evidenz,
5. Aufbauen von Verschwörungstheorien.

Darunter fällt auch der sogenannte “Red Herring”. Man schmeißt eine Killerphrase oder einen Trugschluß in die Diskussion und “führt die anderen auf eine falsche Fährte”. Der Begriff “Red Herring” geht auf die alte Mär zurück, dass einst Jagdhunde durch penetranten Fischgeruch abgelenkt und ausgetrickst werden konnten.


[1] https://www.pressenza.com/de/2020/06/denialismus-das-verleugnen-der-realitaet-schadet-allen-und-behindert-das-gemeinwohl/, Stand 11/21

[2] FLECK, Ludwik: “Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache”, Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, 2019, S.40ff

[3] https://www.pr-journal.de/lese-tipps/studien/26412-studie-fuenf-trends-die-die-kommunikation-in-2021-veraendern-werden.html, Stand 11/21

[4] https://scienceblogs.de/gesundheits-check/2016/03/13/die-grundfesten-des-denialismus-auf-einen-blick/, Stand 11/21

Themen: VerschwörungTrumpCoronaDenialismusRed HerringKillerphraseTrugschlussLügeAmmenmärchenBolsonaro
16. November 2021 von Tatjana Lackner, MBA

Am 14. November war der internationale Tag des Zungenbrechers und natürlich wurde Tatjana Lackner dazu interviewt, hier ein kurzer Mitschnitt von Radio Arabella.

Jens Kaldenbach

''When hungry, eat your rice; when tired, close your eyes. Fools may laugh at me, but wise men will know what I mean.’’ - Ch'an Master Linji Yixuan

Beruflicher Werdegang

Jens Kaldenbach ist seit Herbst 2021 Teil des Office-Teams und verantwortlich für die Seminarplanung und Terminkoordination. Der gebürtige Aachener zog im Oktober gemeinsam mit seiner Frau nach Wien. Er war auf der Suche nach einer Heimat im Zentrum Europas die gutes Wetter, Großstadt-Flair und Naturnähe miteinander verbindet. 

Jens interessiert sich sehr für das politische und gesellschaftliche Geschehen in aller Welt. Er studierte Osteuropäische Geschichte in Bonn und Prag. Zuletzt arbeitete er in der Fraktionsgeschäftsführung der Aachener Grünen.  

Auch in seiner Freizeit engagiert er sich politisch, für soziale Gerechtigkeit, Antidiskriminierung und Tierrechte, er lernt Sprachen und Kulturen kennen, und liest. Außerdem betreibt er gern Sport – Jens schwimmt, geht tanzen oder macht Yoga. Außerdem musiziert er leidenschaftlich gern zu Hause, auf der Bühne bei Jam-Sessions oder auch auf Karaoke-Partys. 

Einen entspannten Tag verbringt Jens mit einem guten Tee und einem Buch, oder er geht mit Familie, Hund und – je nach Wetterlage – einem Zelt auf Wanderung. 

 

 

12. November 2021 von Tatjana Lackner, MBA

Der Streifen “Contra” mit Christoph Maria Herbst, den viele aus der Serie “Stromberg” kennen, ist eine bezaubernde Hommage an die Redekunst. 

Ein Universitätsprofessor fällt durch politisch inkorrekte Äußerungen an der juristischen Fakultät auf und soll als Wiedergutmachung seiner Beleidigungen Studentin Naima, eine Deutsch-Marokkanerin, für den anstehenden Debattier-Wettbewerb coachen.  

Dabei werden zwar sämtliche Kulturklischees bemüht und die Grenze zwischen Rassismus und Zynismus verschwimmt zusehend. Dafür ist die Macht des Wortes im Kino erlebbar. Durch das gelungene und toughe Coaching des Professors schafft es Naima sogar bis ins Finale des Rede-Battles. 

Ich erinnere mich selbst noch gut an meine Redewettbewerbe. Man erhält ein Thema, hat dann kurz Zeit sich eine Redestrategie zu überlegen und Argumente für bzw. gegen ein Thema zu recherchieren und dann geht es vor Publikum zur Sache. Gewonnen hat, wer durch eine spannende Standpunktrede die Jury überzeugt. Eloquenz, gutes Pausenmanagement, elegante Körpersprache, klare Stimmbeherrschung und dramaturgisches Geschick sind dafür nötig.

Rhetorische Redefiguren helfen immer den eigenen Standpunkt zu untermauern. Professor Richard Pohl bemüht sich beispielsweise, Naima die “Paralipse” zu erklären. Hierbei handelt es sich um ein perfides Tool, bei dem der Redner – scheinbar beiläufig – sehr konkrete Bilder in den Köpfen der Menschen positioniert. 

Beispiel: 

“Ich möchte nicht von einem Finanzskandal des Bürgermeisters sprechen, aber ich denke doch, sein Umgang mit öffentlichen Geldern sollte transparenter werden” 

In den Köpfen der Bürger wird sich das Wort “Finanzskandal” einbrennen. 

Fazit: Dieser Film schmeichelt der Rhetorik. Er stellt Bildungsunterschiede und soziale Milieus auf den Prüfstand. Außerdem macht “Contra” Lust, mal wieder Schopenhauers 38 Kunstgriffe der „Eristischen Dialektik“ zu lesen oder wertvolle Redefiguren samt griffigen Beispielen und Erklärungen nachzuschlagen. Wo? Am besten im Glossar der “Kommunikationsgesellschaft – Lackners Labor” 

Themen: Tatjana LacknerRhetorikChristoph Maria HerbstFilmKinoRedefigurenJusMigrant
11. November 2021 von Tatjana Lackner, MBA
Geschenke sprechen Bände. In vielen Beziehungen hat das falsche Geschenk schon mal zur Enttäuschung geführt. In dieser Podcast-Folge geht es ums Schenken.
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"Du bist das größte Projekt an dem du jemals arbeiten wirst"

Beruflicher Werdegang

Michaela Kinast begann ihre Karriere im Finanzsektor im Projektmanagement. Nach einigen Jahren wechselte Sie in die Flugbranche, wo sie sich aufgrund von Corona gezwungen sah, nach einer neuen Herausforderung zu suchen und landete schlussendlich wieder in einer Bank, wo sie seither angestellt ist. Infolge dieser Erfahrung entwickelte sie ein Baustein-Konzept für Bewerbungsgespräche. Ihre Leidenschaft zur Rhetorik entdeckte sie vor einigen Jahren und absolvierte das Business Rhetorik Diplom sowie die Coaching Ausbildung zum Thema Bewerbungsgespräche und Self-Marketing in der Schule des Sprechens. Wir freuen uns Michaela an Bord der Schule des Sprechens, als externe Trainerin für Bewerbungsgespräche und Networking, begrüßen zu dürfen. 

8. November 2021 von Tatjana Lackner, MBA

PODCAST-INTERVIEW:

„COOL-Tour spezial“ mit Politik-Expertin Tatjana Lackner zu weiteren aktuellen Themen, darunter auch die brisante Corona-Lage in Österreich und der G20-Gipfel zum Thema „Klima“.

SoundCloud: November 2021

8. November 2021 von Tatjana Lackner, MBA

PODCAST-INTERVIEW:

Rund 14 Millionen ZuschauerInnen via ZDF, rund 900.000, die die Show im ORF verfolgt haben: Das Comeback der legendären Samstagabend-Show „Wetten, dass ..?“ mit Thomas Gottschalk wurde zum großen Erfolg. Im ersten Teil dieser „COOL-Tour spezial“-Ausgabe spricht Gesellschafts- und Politik-Expertin Tatjana Lackner mit Moderator Paul Buchacher darüber, wie sie die Comeback-Show empfunden hat, die gesellschaftliche Bedeutung des Formats „Wetten, dass ..?“ und ihre persönlichen Erinnerungen an die Show: Vom Auftritt Michael Jacksons mit dem „Earth Song“ bis zur Buntstiftwette, bei der geschummelt wurde.

SoundCloud: November 2021

4. November 2021 von Tatjana Lackner, MBA
Durch die Gläser der anderen Partei sieht die Erlebniswelt im Gegensatz zum eigenen Standpunkt oft grundverschieden aus. In dieser Podcastfolge geht es um wirksame Methoden, Schnittpunkte mit anderen zu finden.
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