Ein Wissenschaftler betritt das Studio und plötzlich fühlt sich die Zukunft an wie Champagner auf nüchternen Magen: prickelnd, gefährlich, unvermeidlich.
Prof. Thomas Druyen spricht über Reichtum, als wäre er eine Charakterfrage. Über KI, als hätte sie längst einen besseren Lebenslauf als wir alle. Über Zukunft, als sei sie kein fernes Versprechen, sondern ein fordernder Mitbewohner mit Schlüsselgewalt.
In diesem Gespräch wird Geld ent-romantisiert und zugleich entlarvt. Intelligenz wird neu vermessen, nicht in IQ-Punkten, sondern in Haltung. Und die Maschine bekommt endlich das, was sie am meisten fürchtet: einen menschlichen Spiegel. Druyen denkt laut, präzise und unbestechlich, während wir uns zwischen Luxus und Leere, Fortschritt und Verantwortung, Hoffnung und Hybris bewegen.
Das ist kein Wohlfühl-Talk für Tech-Optimisten und auch kein Abgesang für Kulturpessimisten. Es ist ein Rendezvous mit der Frage, wie viel Zukunft wir uns leisten können und was sie mit uns macht, wenn wir sie wirklich ernst nehmen.
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14. Januar 2026 von Tatjana Lackner, MBA
Killerphrasen sind wie sprachliche Brandstifter im feinen Zwirn. Dabei lassen sich großflächig drei Killertypen verorten: der Wütende (Mad), der Müde (Sad), und der Zynische (Bad). Okay, in Wien würde man mit Schmäh noch die Einfältigen (Bled) nominieren, aber wir wollen konstruktiv bleiben.
Alle drei Typen reden. Ihre Killerphrasen unterscheiden sich dabei hörbar in Wort Temperatur und Angriffsart voneinander. Deine Aufgabe: ihnen das rhetorische Florett so tief zwischen die Worte zu schieben, dass sie sich selbst zuhören müssen.
Typ 1: Mad
Der Lautsprecher mit dem Weltbild eines Presslufthammers. Er sagt Dinge wie:
Das ist doch kompletter Unsinn!
So einen Blödsinn haben wir noch nie gemacht.
Wenn ich das höre, kriege ich Ausschläge.
Übung: Schlagfertige Entgiftung
Ziel: Entwaffnen, ohne Eskalation. Mit Coolness. Mit Contenance.
Beispiel-Konter:
Danke für die Leidenschaft. Packen wir gerne noch Argumente dazu?
Klingt nach einer spannenden Erfahrung. Jetzt betrachten wird davon losgelöst mal nur die Inhalte.
Wenn Wut schlau machen würde, wären wir jetzt alle Einstein.
Tipp: Sprich langsam. Je wütender Dein Gegenüber, desto ruhiger muss Dein Ton werden. Schlagfertigkeit ist keine Schlägerei, sie ist ein Champagnerglas, das nie überläuft.
Typ 2: Sad
Der Passive mit dem Charisma eines vergessenen Teebeutels.
Seine verbalen Einwände klingen so:
Das bringt doch eh nichts.
Das hat noch nie funktioniert.
Ich weiß nicht. Ist das wirklich unser Thema?
Übung: Sprachliche Defibrillation
Ziel: Energie reinbringen, ohne den Trauerkloß zu beschämen.
Beispiel-Konter:
Frage: Wenn wir was Neues probieren, bleibt wenigstens nicht alles beim Alten, stimmts?
Schön, dass Sie die Realität darstellen. Jetzt werfe ich mal eine Idee in den Ring. Was sagen Sie dazu?
Haben nicht jene verloren, die es gar nicht versuchen?
Tipp: Nutze Humor und Übertreibung. Wer in Watte redet, muss keine Messer werfen.
Typ 3: Bad
Der Zyniker mit Selbstdarstellung im Tonfall. Seine Killerphrasen klingen eher so:
Ach, du bist ja süß mit Deinen Ideen.
Machen wir jetzt auch noch Gendersternchen beim Kaffee?
Willkommen in der Theorieabteilung.
Übung: Ironie mit Ironie kontern
Ziel: Grenzen setzen, Stil behalten, Schärfe zeigen ohne zu kratzen.
Beispiel-Konter:
Wäre es nicht schön, wenn Ironie ein Geschäftsmodell hätte? Wir wären längst an der Börse.
Hätte unser Kaffee, dann wenigstens zwei von fünf Sternchen?
Verlassen wir mal die graue Theorie und definieren, was es in Praxis als ersten Schritt braucht?
Tipp: Zyniker lieben Bühne. Nimm sie ihnen. Stell Dich daneben und strahle klüger. Vorsicht: Lass Dich nicht von ihnen in die Rechtfertigungsfalle locken!
Fazit: Killerphrasen sind wie billige Excel-Makros: Sie sehen nach Effizienz aus, aber stürzen jedes ernsthafte Gespräch ab. Wer ihnen rhetorisch begegnet, braucht keine Ellenbogen. Nur Haltung, Stimme, Stil. Denn: Ein sympathischer Konter, der wirkt wie eine frische Meeresbrise in einem Raum voll abgestandener dicker Luft, wirkt immer wohltuend.
Cool-Tour hat Tatjana interviewt, anbei der aktuelle Podcast.
8. Januar 2026 von Tatjana Lackner, MBA
In dieser Episode geht es um Digital Detox – das bewusste Abschalten vom digitalen Stress. Wie schafft man es, vom Dauer-Online-Modus in den echten, ruhigen Moment zu kommen?
Laura Wurm gibt Dir Tipps, wie Du kleine Inseln der Ruhe in Deinen Alltag einbauen kannst – und warum weniger Bildschirm mehr Leben bedeutet. Weniger Multitasking, mehr Fokus, mehr Zeit für das, was wirklich zählt.
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7. Januar 2026 von Tatjana Lackner, MBA
Für Menschen, die reden, als wollten sie Spuren hinterlassen.
Sprich langsamer, als die Welt scrollt! Während alle hektisch ihre Gedanken in Tastaturen prügeln, gönnst Du Dir die aristokratische Gemächlichkeit eines Menschen, der weiß: Geschwindigkeit beeindruckt nur die Ungeduldigen. Worte wirken, wenn sie Zeit bekommen, sich zu setzen.
Sag weniger, aber das klarer! Präzision ist die höflichste Form der Brutalität. Wenn Du einen Punkt machst, dann so, dass er bleibt. Rhetorik ist präzise, wie ein Skalpell, nicht wie ein Vorschlaghammer.
Verbanne Weichspülerphrasen! Weg mit: Vielleicht, eigentlich, man sollte mal. Diese Wörter sind rhetorische Luftpolsterfolie. Man drückt drauf und es passiert nichts. 2026 ist das Jahr, in dem Sätze wieder Biss bekommen dürfen.
Deine Stimme: Instrument, nicht Zufallsprodukt! Trainiere sie, wie andere ihren Körper tunen, nur ohne Selfies. Tiefe, Klarheit, Atem und Modulation sind das Gym Deiner Glaubwürdigkeit.
Lerne Pausen zu lieben! Pausen sind die Scheinwerfer auf einer leeren Bühne: Sobald sie angehen, sieht jeder plötzlich genauer hin, weil Stille hörbar Räume schafft, in denen Bedeutung lauter wird. Nutze sie ohne schlechtem Gewissen.
Erzähle Geschichten, die Dich selbst überraschen! Es geht nicht um Heldenreisen. Es geht um Kanten, Makel, Absurditäten. Wahrheit wirkt nur, wenn sie ein bisschen weh tut.
Vermeide jedes Wort, das so klingt, als wäre es in einem Corporate-PDF sozialisiert worden! Keine Synergien, keine Touchpoints, keine strategischen Hebel. Sag, was Du meinst, und nicht, was in Vorstandscocktails üblich ist.
Kultiviere eine persönliche Lieblingsmetapher! Etwas, das Dir niemand nachmachen kann. Sprache braucht, wie Parfum, eine Signaturnote.
Führe jedes Gespräch, als würdest Du den letzten Satz des Abends sprechen! Kein Füllmaterial. Kein Gerede aus Angst vor Stille. Nur Essenz und Interesse am Gegenüber.
Genieße Deine eigene Stimme! Nicht narzisstisch, sondern aufrichtig. Bedenke: Wenn Du sie selbst nicht magst, warum sollten es andere tun?
Fazit: 2026 ist kein Jahr für schüchterne Stimmen. Es gehört denen, die bereit sind, in ihre Sprache wie in ein Vermögen zu investieren: Präzise, zugewandt und bildhaft. Jede Veränderung beginnt mit einem Satz, der klarer ist, als der vorherige. Sobald Du Deine Worte ernst nimmst, beginnt die Welt, Dir zuzuhören und manchmal sogar, sich zu bewegen.
Was man in der Schule des Sprechens lernen kann, geht weit über die Sprecherausbildung hinaus und so habe ich im Zuge dieser Ausbildung nicht nur „meine Stimme“ gefunden, sondern auch ein Stück mich selbst. Danke an Dr. Tatjana Lackner, MBA und ihr Team für diese wertvolle und einzigartige Zeit!
Das erste Podcast-Interview im neuen Jahr gibt Tatjana Lackner, Paul Buchacher. Die neuesten Entwicklungen zwischen Weihnachten und Neujahr werden besprochen.
1. Januar 2026 von Tatjana Lackner, MBA
Vieles auf unserer Welt verläuft zyklisch: Ebbe und Flut, die Zellenbildung, manche Aktien, ja sogar tropische Wirbelstürme.
In den letzten 30 Jahren, in denen ich Menschen in Bezug auf ihre Kommunikation beobachte, fällt mir auf, dass zu bestimmten Jahreszeiten unterschiedliche rhetorische Methoden gebucht werden.
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31. Dezember 2025 von Tatjana Lackner, MBA
Der Mythos der guten Vorsätze
Jedes Jahr beginnt gleich: Man schwört, weniger zu scrollen, mehr zu leben, weniger zu jammern, mehr zu joggen. Und am 12. Januar sitzt man da, mit Schokolade in der Hand und Schuld im Herzen.
Vorsätze halten statistisch 11 Tage. Aber wer will schon Statistik leben, wenn man auch Geschichten schreiben kann?
Also vergiss das große Neues-Jahr-neues-Ich-Mantra. Ich schenke Dir stattdessen sieben charmant unvernünftige Ideen, um das neue Jahr nicht zu optimieren, sondern zu genießen. Das Leben ist kein Projekt. Es ist ein Aperitif.
1. Das Freudenglas: Dein Archiv der kleinen Triumphe
Stell ein Glas auf Dein Fensterbrett. Und jedes Mal, wenn etwas Schönes passiert, schreib es auf einen Zettel und wirf es hinein. Das kann ein Lächeln, ein Sonnenaufgang, ein Lied, das Dich trifft oder eine coole Wanderung sein, die Dir Kraft gegeben hat.
Am Ende des nächsten Jahres wirst Du es öffnen und merken: Glück war nie laut. Es war nur schüchtern. Denn: Freude ist das, was bleibt, wenn man aufhört, sich zu vergleichen!
2. Ein Tag pro Monat für nichts
Ein Tag ohne Pläne, ohne Ziele, ohne Produktivität. Ein Protest gegen den Fetisch der Effizienz. Kein Yoga, kein Digital Detox Retreat, einfach Stille; und zwar auch dann, wenn die Fenster geputzt gehören. Nur wer sich zwischendurch auch mal langweilt, findet wieder Geschmack an sich selbst.
Versuche es und Du wirst Dich wundern, wie laut die Welt plötzlich wird, wenn Du sie nicht mehr tippst.
3. Das Buch der Zufälle
Nimm ein leeres Notizbuch. Schreib nur das hinein, was Du nicht geplant hast: Zufälle, Begegnungen, Pannen, Abzweigungen. Im Jahresrückblick wirst Du merken, dass die schönsten Kapitel Deines Jahres nie Dein Kalender geschrieben hat. Zufall ist die höflichste Form, wie das Schicksal anklopft.
4. Der analoge Abend
Einmal pro Monat lebst Du Screen-frei: kein Bildschirm, keine Benachrichtigungen. Nur Brot, Wein, Kerzen und Gespräche, die wieder atmen dürfen. Ein französischer Abend in Deiner eigenen Küche. Warum? Ein Abend ohne WLAN ist die wahre Form der Meditation.
5. Das Komplimente-Tagebuch
Notiere jeden Tag ein Kompliment, das Du jemandem gemacht hast oder machen wolltest. So wirst Du vom Konsumenten zum Kurator guter Laune. Worte sind wie Champagnerblasen; sie steigen auf, wenn man sie teilt.
6. Der Mitternachtsspaziergang
Einmal im Monat: Hinaus in die Nacht. Kein Ziel, kein GPS, kein Podcast. Nur Deine Schritte, Dein Atem, Dein Kopf. Nichts bringt Dich näher zu Dir selbst als eine leere Straße um Mitternacht. Zugegeben, gerade für die Ladies ist diese Übung mit Mut verbunden. Aber niemand verlangt, dass Du in die gefährlichsten Ecken Deiner Stadt zur Geisterstunde pilgerst.
7. Das Lach-Archiv
Mach Fotos oder kleine Notizen über die Momente, in denen Du wirklich lachst, nicht höflich, sondern ehrlich. Klebe sie in ein Album. Das wird Dein persönlicher Energieatlas. Lachen ist schließlich die einzige Währung, die nie entwertet.
8. Der Brief an Dein zukünftiges Ich
Schreib Dir einen Brief. Aber bitte keinen über To-dos oder Ziele. Schreib über das, was Du fühlst, was Du suchst, was Du loslässt. Versiegle ihn. Öffne ihn zum nächsten Silvester. Für unsere Seele ist es wohltuend, wenn wir mit unserer Biografie Fangen spielen. Beim ersten Satz helfe ich Dir, denn da muss man sich immer ein bisschen überwinden. Wie wäre es mit: Ich hoffe, Du bist immer noch neugierig. Und dass Du gelernt hast, Glück nicht festzuhalten, sondern wiederzufinden.
Fazit: Vergiss Perfektion, feiere Präsenz! Das neue Jahr wird nicht besser, weil Du Dich änderst. Sammle Momente, nicht Meilensteine. Rede leiser, aber ehrlicher. Und stoße an: Nicht auf das, was war, sondern auf das, was gerade passiert.
Zwischen Rückblick und Neuanfang liegt der Sweet Spot für Veränderung und genau da setzen wir an.
In dieser Episode bekommst Du acht ehrliche, alltagstaugliche und überraschend wirksame Tipps, um das alte Jahr sauber abzuschließen und das neue mit frischer Klarheit zu starten. Kein Kalenderkitsch, keine Neues-Jahr-neues-Ich-Floskeln, sondern Ideen, die wirklich tragen: vom mentalen Reset über kleine Gewohnheits-Hacks bis zu inspirierenden Perspektivwechseln.
Perfekt für alle, die das Jahr bewusst abschließen wollen: mit Energie, Fokus und einem Hauch Leichtigkeit.
Vergiss Perfektion, feiere Präsenz! Das neue Jahr wird nicht besser, weil Du Dich änderst. Sammle Momente, nicht Meilensteine. Rede leiser, aber ehrlicher. Und stoße an: Nicht auf das, was war, sondern auf das, was gerade passiert.
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24. Dezember 2025 von Tatjana Lackner, MBA
50er Jahre: Nüchterner Stolz
Hab es selbst gebaut.
Nicht schön, aber ehrlich.
So wie alles nach dem Krieg.
–
60er Jahre: Aufbruch & Kleingeld-Heldentum
Von meinem Taschengeld gekauft
und das war fast kommunistisch
verteilt: Wenig für alle.
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70er Jahre: Konsum ohne schlechtem Gewissen
Duft von Tannennadeln und Kerzenwachs in orangebraunen Wohnzimmern, Lametta am Baum und eine Ruhe, die heute wie ein fremdes Naturphänomen wirkt. Der Kassenzettel ist Deine Exit-Strategie.
–
80er Jahre: Geld regelt alles
Heuer, Cash!
Gefühle gibt es nicht im Dreierpack,
aber Scheine schon.
–
90er Jahre: Gutschein-Ära
Natürlich Gutscheine!
Das Internet war noch nicht schnell genug,
um uns Alternativen aufzuzwingen.
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2000: Minimalismus als Ausrede
Wir schenken uns heuer nichts.
Offiziell wegen „Achtsamkeit“.
Inoffiziell, weil keiner weiß,
was der andere wirklich will.
–
2010: Ironischer Optimismus
In diesem Jahr mehr als die Hälfte online bestellt.
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