CRIME DAHEIM: Wiener Kriminalmuseum

Wenn man heute die Zeitung aufschlägt, dann findet gefühlt jeden Tag ein Mord statt. Geht man in der Wiener Kriminalgeschichte zurück, dann waren die Zeiten schon bedeutend dunkler. Das Privatmuseum im 2. Gemeindebezirk versucht chronologisch das Sicherheits- und Justizwesen im alten Wien abzudecken. Berühmte Mordfälle um 1800 finden sich hier ebenso, wie politische AttentateDirnenmörder und** Giftmischerinnen.**

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Schön ist das alles nicht anzusehen. Zum einen liegt das an der üblen Beleuchtung und zum anderen an gespenstischen Kellergewölben, die nicht gerade zum Verweilen einladen und voll geklebt sind mit grauenhaften Zeitungsschnipseln aus längst vergangenen Schreckenstagen.

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Kurz vor dem Ausgang ist der jüngste Serienmord-Case abgelichtet: Jack Unterweger. Üblicherweise müssen Mordfälle aus Pietätgründen 50 Jahre verjährt sein. Doch hier gibt es weder Angehörige noch den Täter selbst. Er beging bekanntlich in seiner Zelle Selbstmord. Deshalb wurde „der Fall Unterweger“ für das Museum schon so früh freigegeben.


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Viele Damen der besseren Geschichte hatten sich damals mit dem charmanten Serienkiller eine „Mordsgaudi“ gemacht und haben Affären mit ihm begonnen. Jack Unterweger war Pseudoliterat, Partylöwe und für viele das beste Beispiel der Resozialisierbarkeit. Er mordete jedoch wieder und hielt die Polizei sogar in Miami in Atem. Heute hängt er kurz vor dem Ausgang. Da hatten damals wohl einige Damen, darunter bekannte Anwältinnen, High-Society Ladies & Co ziemliches Glück.