Erholung in New York

Der High Line Park

Ich liebe Kunst im öffentlichen Raum und mag den Trend „Urban Gardening“. Beides verbindet sich auf herrliche Weise zwischen Chelsea Market und Meatpacking District in New York. Dieses Industriegebiet in Manhatten erstreckt sich bis hinunter zum Hudson River und wurde 1847 durch eine Eisenbahn-Trasse erschlossen. Im Rahmen eines Stadterneuerungsprogrammes und aufgrund der vielen Unfällen entlang dieser „Death Avenue“ wurde die Bahn 1929 durch eine Hochbahn ersetzt: der High Line.

Fabriken, Wohnungen und Lagerhäuser säumten einst die 21 km lange Strecke. Der letzte Zug schnaubte 1980 über die Gleise. Danach sollte die High Line abgerissen werden. Geschäftsleute wollten den Raum erobern. Doch die „Freunde der High Line“ stoppten alle Bauvorhaben und entwickelten die Idee eines Parkes. Dieses Konzept fand unter den Anwohnern, Architekten, Stadt- und Landschaftsplanern und Künstlern (beispielsweise dem Schauspieler Edward Norton, Kevin Bacon oder der Modedesignerin Diane von Fürstenberg) viele Unterstützer und der Druck auf die Stadtväter stieg. Endlich stimmte die Stadt New York 2004 zu, für 50 Mio. USD, eine Parkanlage zu errichten.

Heute ist der High Line Park für viele Bauvorhaben und Pläne zum Role Model geworden. Auch wir Wiener sollen in Zukunft von den gelungenen Ergebnissen in NYC profitieren. Was wartet bei uns nach amerikanischen Vorbild noch auf Umsetzung?

  • „Linear Landscapes“, auf der Zulaufstrecke des ehemaligen Nordwestbahnhof im 20. Bezirk (Brigittenau)
  • „High Line Park Vienna“, die ehemalige U6-Trasse in Wien Heiligenstadt.

Der Battery Park

An der Südspitze Manhattens liegt der älteste Park New Yorks. Von hier aus hat man einen feinen Blick hinüber zur Freiheitsstatue, Ellis Island und Staten Island. Früher hieß der Hafen Neu-Amsterdam und von den niederländischen Geschützbatterien hat der Battery Park seinen Namen. Manche Besucher gedenken der 9/11-Opfer, andere betreiben Urban Gardening. Ich hab hier vor vielen Jahren einmal einen alten Chinesen getroffen, der für 10 Dollar den gewünschten Vornamen auf ein einzelnes Reiskorn geschrieben hat. Beeindruckend! Durch die Piers und die Nähe zum Wasser hat es hier immer eine eigene Lichtstimmung. Menschen kommen mit der Fähre an, andere fahren ab. Die Vergänglichkeit liegt in der Luft.

Der Botanic Garden

Wer vom Trubel der pulsierenden Metropole genug hat, der fährt mit dem Zug hoch in den nördlichsten Stadtbezirk: in die Bronx. Schon 1891 wurde dieser gigantisch große Park gegründet. Ein Minizug führt durch die 48 verschiedenen Gartenanlagen, darunter der Japanische Steingarten, ein Poesiepfad oder der Rosengarten. Sogar ein Wald mit Wasserfällen vom Bronx River hat hier Platz. Mehr als 200 Fachkräfte und Forscher arbeiten im Botanic Garden.

Der Central Park

Über 4 Kilometer ist er lang und gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Mitten im Stadtzentrum von manhatten umsäumen ihn Wolkenkratzer. Jährlich besuchen rund 25 Millionen Menschen die innerstädtische Parkanlage. – Ein Erholungsgebiet in dem Autos selten sind. Fahrräder, Pferdekutschen oder Fahrrad-Rikschas begegnen einem hingegen überall. Jogger sieht man hier ebenso, wie Artisten, Gaukler und Tänzer. Sie alle zeigen, was sie können und haben Spaß daran Touristen zu unterhalten.

Der Washington Square Park

Der Washington Square zählt zu den bekanntesten der über 1700 öffentlichen Parkanlagen in New York. Ursprüglich war dieser Ort ein Begräbnisplatz. Folkmusiker (früher auch Bob Dylan und Joan Baez) treffen sich hier um gemeinsam zu musizieren. Sie sind dabei nicht alleine. Die Nähe zur NYU, der New York University, belebt das Viertel. Studenten lernen, Senioren spielen Schach und Mütter sitzen auf den Parkbänken und tauschen sich aus.

Die NYU ist übrigens die größte private Universität der Vereinigten Staaten mit insgesamt 54.919 Studenten. Zudem laufen hunderte Squirrels (Eichhörnchen) unerschrocken über den Rasen und hinauf auf die Bäume. Es macht Freude dem Treiben hier eine Weile zuzusehen.