Filmkritik: Die Frau des Nobelpreisträgers 

Filmkritik: Die Frau des Nobelpreisträgers 

Ab 8. Februar erscheint dieser Streifen vom Regisseur Björn Runge in unseren Kinos. Am Weg nach Hongkong hat sich Tatjana den Film bereits vorab angesehen. Glen Close spielt die Rolle der Ehefrau Joan, die seit 40 Jahren an der Seite ihres Schriftstellergenies Joe Castleman (Jonathan Pryce) ihr Leben verbringt, hervorragend. Von Anfang an hat man das Gefühl, sie sei scharfsinniger, diplomatischer und gewitzter als er. Auch ihm scheint ihre Meinung wichtig. Die Ehe zeigt schon bald Risse. Joes jahrelange Affären haben die Sache über die Jahre nicht besser gemacht. 

Das Paar reist nach Schweden, um den Nobelpreis entgegen zu nehmen. Sohn Max, der sich ebenfalls als Schriftsteller versucht, begleitet sie. Der Umstand, dass die Mutter den Schreibstil von Max gut findet und sein Vater wenig von seinem Talent hält, hilft dem Familienfrieden kaum. Und dann ist da noch dieser selbsternannte Biograf Nathaniel Bone (Christian Slater), der dabei ist, ein dunkles Geheimnis zu lüften. 

Fazit: Obgleich die Literaturverfilmung Meg Wolitzers stellenweise schwerfällig ist und man die 101 Minuten spürt, so wurde Glen Close doch völlig zurecht für den Oscar 2019 als beste Hauptdarstellerin nominiert. Früher war ihre Fangemeinde ausschließlich weiblich. Heute ist sie 71 Jahre alt, und auch die Herren der Academy werden auf sie aufmerksam.